Am Millstätter See zeigen erfahrene Fischer der Jugend worauf es ankommt und zwar im Freigegenstand „Angewandte Fischökologie“.

Der Millstätter See gilt als das Juwel in Kärnten, verfügt über eine ausgezeichnete
Badewasserqualität, ist aber auch ein bevorzugtes Gewässer für Hobbyangler
und Sportfischer. Seit drei Jahren wird in der Neuen Musikmittelschule Seeboden deshalb der Freigegenstand „Angewandte Fischökologie“ angeboten. Das war ein großer Wunsch vieler Schüler die nebenher auch leidenschaftliche Hobbyfischer sind. Ino Bodner, Vizebürgermeister der Marktgemeinde Seeboden, Obmann des Fischereiverbandes Millstätter See und Lehrer an der Schule, zeigte sich sofort begeistert von der Idee und setzte sich für deren Umsetzung ein. Ino Bodner erklärt: „In diesem Freigegenstand geben wir den jungen Menschen die Möglichkeit den Zugang zum Fischen zu finden.“

Theorie und Praxis
Neben den Theorie-Einheiten gibt es auch praktische Lehreinheiten zur Fischerei am Millstätter See. Die Lehr- und Lehrinhalte umfassen alle Bereiche des Fischens wie etwas die Fisch- und Gewässerkunde, Kennzahlen des Millstätter Sees, Geräte- und Knotenkunde, Einkaufsberatung für Fischereiartikel und vieles mehr. Zudem absolvieren die Schüler die notwendige Unterweisung nach § 26 K-FG, um die begehrte Jahresfischerkarte erwerben zu können. Der Praxisteil fand heuer am ersten verlängerten Mai-Wochenende statt. Dabei standen den jungen Fischern der Fischereiverwalter und Aufsichtsorgane des Fischereiverbandes sowie erfahrene Fischer als Begleitpersonen mit Rat und Tat zur Seite. „Bei den praktischen Schulungen erhalten wir stets Unterstützung von unseren Fischerfreunden aus Lienz – dafür möchte ich mich recht herzlich bedanken“, so Ino Bodner.

Ein soziales Miteinander
Vier Schüler des zweiten und drei des dritten Jahrgangs sind jetzt bereits professionell unterwegs. Jeder hat bereits etwas für ein eigenes Boot auf die Seite gelegt und ist im Besitz der Kombikarte die zum Fischen in den Lehen des Fischereiverbandes und der Lehen Soravia berechtigt. Die jungen Fischer und die Aufsichtsorgane und erfahrenen Fischer bleiben auch nach den Praxistagen in Kontakt. So wachsen die Schüler langsam in die Fischerrunden hinein und sammeln notwendige Erfahrungen.

Das Naturerlebnis Fischen kann für Jugendliche eine echte Bereicherung sein

Es gibt viel zu lernen bevor die Route ausgeworfen wird

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