Wer gerne in der freien Natur arbeiten will und großes Interesse an seiner Umwelt hat, für den bietet die Lehre zum Gärtner bzw. Baumschulgärtner spannende Aufgaben mit vielen Facetten.

Der SPITTALER bat Lehrling Stefan Palle von Garten-Floristik Winkler in Seeboden sowie die dortige Lehrlingsbeauftragte Johanna Unterweger, die seit 2008 Lehrlinge ausbildet, zum Interview. Sie geben tolle Einblicke in die vielseitige Ausbildung.

Anforderungen
“Der Baumschulgärtner ist eine der sieben Fachrichtungen des Gärtners. Die duale Ausbildung dauert regulär drei Jahre und findet im Betrieb und in der Berufsschule statt“, informiert die Lehrlingsbeauftragte. Wer sich als Gärtner im Bereich Baumschule bewerben möchte, sollte vor allen Dingen Begeisterung und Interesse mitbringen. „Mir sind Noten nicht besonderes wichtig. Ausschlaggebend ist die Begeisterung der Lehrlinge, die Freude an der Pflanzenwelt, eine gute Beobachtungsgabe, technisches Verständnis, Freude an Beratung und am Verkaufen, Begeisterung an der Arbeit im Freien sowie Freude am Gestalten, Bauen und Pflegen“, erklärt die Ausbildnerin. All das brachte der 18-jährige Stefan Palle mit, als er seine Lehre als Gärtner startete. „Mir war eigentlich schon immer klar, dass ich Gärtner werden möchte. Wir haben daheim eine Landwirtschaft und auch dort hab ich mich immer schon um den Garten gekümmert. Die Pflanzenwelt ist so vielfältig – man kann so viel aus den einzelnen Pflänzchen herausholen – und genau das fasziniert mich an diesem Beruf“, so der Auszubildende, der sich im 2. Lehrjahr befindet. Bei der Lehre als Gärtner ist aber auch Kreativität und Einsatzbereitschaft gefragt, schließlich müssen die Pflanzen auch sonntags gegossen werden: „Das stört mich nicht, denn wenn ich einmal im Monat am Sonntag die Pflanzen gießen muss, hab ich dafür einen anderen Tag frei“, so Stefan Palle.

Aufgaben
Gärtner der Fachrichtung Baumschule kultivieren verschiedene Zier- und Obstgehölze wie zum Beispiel Rosen, Laub- und Nadelbäume, Blüten- und Beerensträucher, Apfel-, Birnen-, Kirschund andere Obstbäume. Sie kümmern sich um die Vermehrung, das heißt die Aussaaten, Stecklinge, Veredlungen in Gewächshäusern und pflegen die Pflanzen auch im Freien. Bei der Handarbeit wie Schneiden, Aufbinden und Umtopfen setzen sie Werkzeuge und zum Teil Maschinen ein. Diese technischen Hilfsmittel und Maschinen machen den Beruf für junge Frauen und Männer gleichermaßen attraktiv.

Weitere Infos zu Lehrberufen und Möglichkeiten gibt’s auch auf: www.lehre.ktn.gv.at
#LEHRgendär

© KRM