Heinz Kuttin wird Cheftrainer des chinesischen Damenskisprungteams. Alpenarena und Arnoldstein werden zu chinesischem Olympiazentrum.

2022 finden in Peking die Olympischen Winterspiele statt. Aus diesem Grund setzen die Verantwortlichen aus China alles in Bewegung, um in möglichst vielen Sportarten potentielle Medaillenchancen zu haben. Bei den Skisprungdamen, die Chinesen wollen je einen eigenen Cheftrainer für die Damen als auch für die Herren, soll der ehemalige Weltklasse-Skispringer und ÖSV-Skisprung-Cheftrainer Heinz Kuttin dafür sorgen. Kuttin: „Nach Olympischen Winterspielen (diese fanden heuer in Pyeongchang statt, Anm.) werden die Weichen immer neu gestellt, da entstand der Kontakt zu den Chinesen.“ Nachdem Kuttin ein Konzept ausgearbeitet hatte, war für die Asiaten schnell klar: Der Stockenboier Olympiamedaillengewinner soll es machen.

Konzept. Speziell: Das Konzept sieht die Region Villach als sogenannte „Homebase“, also als Olympiazentrum für die China-Damen vor. Bedeutet: Bis zu den Olympischen Winterspielen werden sich die asiatischen Sportlerinnen stets in Villach auf ihre Starts im Fis-Cup, Continentalcup und Weltcup vorbereiten. Kuttin: „Die Alpenarena wird unsere erste Anlaufstation sein, auch Planica ist mit im Konzept.“ Wohnen werden die Asiatinnen, dem Vernehmen nach werden es acht Springerinnen sein, beim Wallner Wirt in Arnoldstein. Dort steht bereits ein eigenes Haus für die Sportlerinnen bereit.

Team. Das Team wird aus Chinesen und Österreichern bestehen. Neben Kuttin als Teamchef kommt die Ärztin aus China. Co-Trainer wird der junge Klagenfurter Lukas Tschuschnigg, selbst ein ehemaliger Skispringer und Profi-Masseur.

Ziele. Das Ziel ist mit Olympiamedaillen klar gesteckt. „Mit dem Druck kann ich jedoch umgehen“, so Heinz Kuttin. „Das ist im Profisport normal. Bei den Sportlerinnen sehe ich ein großes Potential, bereits im letzten Jahr konnte eine Springerin im Weltcup aufzeigen.“ Der ehemalige Cheftrainer der österreichischen Skisprung-Herren weiter: „Das Projekt ist natürlich eine Riesen-Challenge. Ich freue mich jedoch, das chinesische Damen-Team in Richtung Olympische Spiele in Peking vorbereiten zu können.“

Investitionen „goldrichtig“. Andreas Sucher, der Obmann des Vereines Nordisches Schisportzentrum Süd – Villacher Alpenarena, bedankt sich bei Heinz Kuttin für seine Entscheidung „pro Alpenarena“ und fügt hinzu: „Die Investitionen der letzten Jahre erweisen sich nun als goldrichtig.“ Landessportdirektor Arno Arthofer sieht neben dem sportlichen auch einen „großen touristischen Mehrwert“ für Villach und Kärnten.

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