Rettungshund Balu und Angelika Brandl sind ein eingespieltes Team. Brandls und Balus Herz schlagen für das Ehrenamt der Österreichischen Rettungshundebrigade (ÖRHB).

Im Alltag ist die Klagenfurterin Angelika Brandl als Angestellte beschäftigt. Das kann sich aber von einer Sekunde auf die andere ändern. Denn Brandl ist eine von knapp 60 Ehrenamtlichen der Österreichischen Rettungshundebrigade (ÖRHB) der Landesgruppe Kärnten. Immer an ihrer Seite ist ihr schwarzer Spitz-Border-Collie-Mischling Balu. Der sechsjährige Rüde hat die Ausbildung zum Rettungshund erfolgreich absolviert und rückt im Ernstfall mit Angelika Brandl aus.

Immer bestens geschult
Nachdem die Klagenfurterin ihren ersten eigenen Hund bekommen hat, stieß sie bei Internet-Recherchen auf die Rettungshundebrigade. „Mein Vater hatte auch einmal einen Rettungshund und hat immer wieder von den Einsätzen erzählt. Wahrscheinlich bin ich auch erblich vorbelastet“, sagt Brandl. Als sie 2012 mit Balu zur Brigade stieß, konnte sie sich nicht vorstellen, dass aus ihrem treuen Begleiter auch einmal ein erfolgreicher und gehorsamer Rettungshund werden würde. „Vor vier Jahren hat Balu die Rettungshunde-Ausbildung geschafft. Letztes Jahr haben wir dann noch die B-Prüfung, die schwierigste Stufe der Rettungshundeausbildung, in der Sparte Trümmer dazu absolviert“, freut sich Brandl. Jedes Jahr müssen die Rettungshunde im Zuge einer jährlichen Einsatzüberprüfung erneut beweisen, dass sie Menschen finden, sich z.B. über unangenehmes Material trauen, über eine Leiter klettern können, mit dem Hubschrauber fliegen und sich über Gefahrenstellen heben lassen.

Gehorsam&gewandt
Zweimal die Woche sind Frauchen und Rettungshund beim Training. Da wird z.B. die Nasen-Arbeit geschult. Ein Rettungshund muss es schaffen, zwei Person innerhalb von 20 Minuten in einem Suchgebiet von 20.000 Quadratmeter zu finden. „Der Hund muss dann solange bellen, bis wir ihn und die vermisste Person erreicht haben“, erklärt Brandl. Bei den Punkten Gehorsam und Gewandtheit müssen die Tiere zeigen, dass sie ihren Frauchen oder Herrchen folgen.

Effiziente Nasen
Zum großen Teil wird die Rettungshundebrigade gerufen, wenn eine Person vermisst wird. „Unsere Hilfe ist kostenlos. Die Notrufnummer 130 kann im Notfall gewählt werden. Keiner sollte lange zögern anzurufen, da oft jede Minute zählt“, sagt Brandl, mittlerweile auch als Landespressereferentin in der ÖRHB Kärnten tätig. Bei der Suche von Vermissten erweisen sich die vierbeinigen Retter als effiziente Helfer, die den Menschen weit überlegen sind.
Nähere Informationen unter www.oerhb-kaernten.at.

Angelika Brandl und Balu bei einer Übung im Winter

© Katja Koller/runabout

Selbst beim Einsatz mit dem Hubschrauber ist Rettungshund Balu dabei

© Katja Koller/runabout