Seit 40 Jahren ist Walter Krische Landwirt in Sittersdorf, seit fünf Jahren züchtet er das Kärntner Blondvieh. Eine alte, seltene Rasse, die mittlerweile auch in Bad Eisenkappel weiter verbreitet ist.

Eine bodenständige Rinderrasse mit hellem Fell, die bereits vom Aussterben bedroht war, jetzt wieder öfter gezüchtet wird und mehrere gute Eigenschaften besitzt: „Das Kärntner Blondvieh ist sehr robust, widerstandsfähig, unkompliziert und ein sehr gutes Herdentier – kein Tier ist allein abseits“, beschreibt Landwirt Walter Krische die Rinder. „Es sind Weidetiere, Flächen mit viel Hügellandschaft sind ideal.“ Von Ende April bis zum Schneefall ist Krisches Kärntner Blondvieh im Freien, aber, wie er erzählt, auch zwischendurch im Winter. Angebunden werden die Tiere nicht einmal im Stall und auf der Weide hält sie eine einfache gespannte Schnur als „Umzäunung“. Sommerliche Hitze macht ihnen ebenfalls nichts aus. „Sie bekommen nur eigenes Futter, Gras, Mais“, so der Landwirt.

Anfänge
Seit 40 Jahren betreibt Walter Krische die Landwirtschaft in Sielach. „Früher waren hier bei jedem Hof Tiere, heute bin ich der einzige“, erzählt er. Warum er vor fünf Jahren mit der Blondvieh-Zucht begonnen hat? „Der Milchpreis ist instabil, also hab‘ ich mir etwas neues überlegt – und das Blondvieh ist eine aussterbende Tierrasse. Mit Necemer in Leppen haben wir gesagt, probieren wir es einmal – angefangen hab‘ ich mit sieben, acht Stück.“ Heute halten sich Blond- und Fleckvieh auf seinem Hof die Waage. „In der Gemeinde Bad Eisenkappel ist diese seltene Rasse im Bezirk Völkermarkt mittlerweile ebenfalls stärker verbreitet, wie Krische weiß.

Freude am Beruf
„Die Landwirtschaft macht mir einfach Freude“, sagt Walter Krische. „Und ohne Freude geht’s sowieso in keinem Beruf. Ich bin mein eigener Chef – ich kann selbst anschaffen, aber muss halt auch selbst arbeiten“, fügt er lachend hinzu. Der Föhnsturm Yves im Dezember hat auch ihn getroffen: „Nicht so schlimm wie andere, aber getroffen hat es hier jeden.“ Heuer ist das Wetter bis jetzt noch gut für seine Landwirtschaft: „Das Futter passt und auch für den Wald ist es gut, dass es nicht so heiß ist. Aber schauen wir einmal, wie es im August ist, da kann die Dürre ja noch kommen.“

Walter Krische züchtet Kärntner Blondvieh in Sielach
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