Die Gegendemonstration gegen das Ustascha-Gedenktreffen am Loibacher Feld bei Bleiburg verlief ohne jegliche Zwischenfälle. Ein ursprünglich angedachter Gedenkmarsch fand nicht statt.

Räumlich lagen rund drei Kilometer zwischen den Teilnehmern der Ustascha-Gedenkfeier am Loibacher Feld und der heuer erstmals stattgefundenen Gegendemonstration im Ortskern von Bleiburg. Die Teilnehmer der Gegendemonstration, die von der ÖH und vom Partisanen-Verband beantragt wurde und bei der laut Exekutive im Endeffekt rund 23 verschiedene Organisationen teilnahmen, verblieb auch im Ortskern von Bleiburg. Laut Exekutive sei zuerst ein Gedenkmarsch geplant gewesen. „Wir sind sehr achtsam, dass sich keine Gegendemonstranten in Richtung Loibacher Feld aufmachen“, so ein Polizei-Sprecher. Diese Befürchtungen blieben unbegründet. Im Ortskern von Bleiburg mahnte etwa Dagmar Schindler vom KZ-Verband, rassistische Hetze nicht zu relativieren und unter den Teppich zu kehren. Während die Veranstalter der Gegendemonstration von über 150 Teilnehmern ausgingen, spricht die Exekutive von „maximal von 150 Personen.“

Wohl weniger als 15.000 am Loibacher Feld
Am Loibacher Feld waren in den Mittagsstunden laut ersten Schätzungen der Polizei rund 10.000 Teilnehmer zugegen und damit weniger als im Vorjahr. Noch während der Heiligen Messe um die Mittagszeit, strömten jedoch zahlreiche weitere Besucher in Richtung Loibacher Feld. Eine offizielle Bilanz zum Treffen gibt es seitens der Polizei um 17 Uhr. Wie laut Exekutive zu erwarten, gab es vereinzelt Zwischenfälle, unter anderem einen Hitlergruß.

©KRM/Bettina Pirker/KK