Ob bei Gewittern, Sturm, Schnee oder Eisregen – wenn das Licht ausgeht, ist die Spezialeinheit der Kärnten Netz GmbH, Abteilung Netzführung – Team Betriebsdienst gefordert. 

Es ist schon ein anspruchsvoller Beruf, dem die Monteure der Kärnten Netz GmbH nachgehen. Bei ihrer Mission, Stromleitungen von umgestürzten Bäumen zu befreien, Masten mit Hammer und Meißel bewaffnet, von zentimeterdicken Eisschichten zu befreien, um überhaupt zum Einsatzort zu gelangen, verlangt von den Monteuren höchste Konzentration.

Wenn das Licht ausgeht
Die Mitarbeiter des Teams Betriebsdienst, Abteilung Netzführung, der Kärntner Netzt GmbH verteilen sich in ganz Kärnten. Über die einzelnen Stützpunkte wacht Betriebsdienst-Teamleiter, Karl-Heinz Rabensteiner. Im Bezirk Spittal und Winklern ist Wolfgang Steinacher neben vielen weiteren anspruchsvollen Aufgaben, als Standort-Koordinator, der Mann, der alles im Griff hat. Fällt nämlich auf Mittel- oder Hochspannungsebene der Strom aus, bekommt die Zentrale in Klagenfurt eine Störungsmeldung und Wolfgang Steinacher wird sofort informiert. Nun ist er am Zug. „Wir bemühen uns, so rasch wie möglich den Schaden zu beheben. Während eines starken Gewitters werden die Fehlerstellen vorab von der zentralen Netzleitstelle eingegrenzt, damit die Monteure dann so effizient wie möglich den Fehler beheben können“, so der Standort-Koordinator. Dabei steht jedoch die Sicherheit der Monteure an oberster Stelle. „Erste Prämisse ist der Personenschutz, damit sich unsere Mitarbeiter bei Extremsituationen nicht in Gefahr bringen“, erklärt Karl-Heinz Rabensteiner.

Mehr Unwetter
Gerade die Zunahme an heftigen Gewittern macht es den Monteuren oft schwer. „Stürme und Gewitter werden immer aggressiver, fallen punktuell sehr heftig aus und sind in ihrer Intensität oft überraschend“, so Wolfgang Steinacher. Meistens entwurzeln oder brechen Bäume und fallen auf die Strommasten. Genau dieses Szenario ist sehr heikel, denn die Monteure hantieren mit 20.000 Volt, darum wird das Team auch regelmäßig für die Durchführung von Schalthandlungen geschult. In Spittal gibt es 31 Monteure die schaltberechtigt sind, davon arbeiten 18 im Stördienst. „Schaltberechtigt bedeutet, dass diese Person die Befugnis hat, Teile des Stromnetzes vom Netz zu trennen und wieder einzuschalten“, erklärt der Standort-Koordinator. Nach dem turbulenten Sommerwetter mit vielen Unwettern ist es im Herbst erfahrungsgemäß ruhiger. Sozusagen die Ruhe vor dem Sturm, denn wenn Schnee und Eis, Einzug halten, ist mit der Ruhe wieder vorbei.

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