Idealismus verbindet die rund 60 Mitglieder der Theatergruppe Geiersdorf aus dem Bezirk Magdalensberg, die nächstes Jahr ihr 35-jähriges Bestehen feiert.

Im Oktober 1984 kam die „Geiersdorfer-Wirtin“ Christine Klimbacher auf die Idee, Theater in Geiersdorf auf die Bühne zu bringen. „Theater im Dorf, für die Menschen im Dorf und in der Gemeinde. Theater im Dorf, damit das Dorf zeigen kann, wozu das Dorf fähig ist. Theater im Dorf, um Freizeit zu beschäftigen und Freizeit zu geben“, beschreibt künstlerischer Leiter Reinhold Moser das Motto des Vereins, das auch heute noch Gültigkeit hat. Der Vorstand setzt sich aus Obfrau Christine Klimbacher, Obmann Stv. Reinhold Moser, Kassier Veronika Riepl, Kassier Stv. Bernadette Schramm und Schriftführer Gerhild Glabisc zusammen.

Gemischte Gruppe
Die Gruppe besteht aus knapp 60 Mitgliedern – alles reine Amateure. Der Jüngste ist vier und die älteste Schauspielerin ist fast 70 Jahre alt. Alle Mitwirkenden kommen nicht nur aus der Gemeinde Magdalensberg, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden und Klagenfurt. Die Theatergruppe Geiersdorf definiert sich als klassisches Volkstheater. Dabei wird aber nicht auf die Tiefe vergessen. Heuer stand z.B. „Honig im Kopf“ am Programm. In diesem Stück wird das Thema Demenz aufgegriffen.

Das kommende Theaterjahr
Für das nächste Jahr steht das Programm schon fest: Diesmal wird Daniel Glattauers „Die Wunderübung“ auf die Bühne gebracht. Weiters können sich die Zuseher auf „Frau Müller muss weg“ – ein Stück über Schule, Lehrer, Eltern freuen. Aus dem beliebten Kindertheater wird im Sommer „Hotzenplotz II“ zu sehen sein.

Leidenschaft Theater
Das Theaterzelt in Geiersdorf, der Theatertunnel Reigersdorf, die Naturarena Sackau Leitn sowie die Wiesnarena Magdalensberg in Groß Görtschach sind die Spielstätten der Theatergruppe. Die letztgenannten Spielstätten hat der Verein selbst gebaut. Die Leidenschaft Theater auf die Bühne zu bringen, verbindet die Gruppe. „Seit Beginn des Theaters hat sich an den großen Themen nichts geändert. Schon Ovid hat die Liebe, Macht und Eifersucht ins Zentrum seiner Stücke gestellt“, sagt Moser, der sich über den Zeitraum von vier Jahren zum Regisseur und Spielleiter für Amateurgruppen ausbilden hat lassen. Als Brotberuf ist Moser übrigens Direktor der Berufsschule in Klagenfurt. Die Theatergruppe war beim. 2. Kärntner Theaterfestival in Ossiach mit „Honig im Kopf“ mit dabei. Damit das Zusammenleben abseits der Bühne gefördert wird, hat der Verein z.B. ein Kärntner Stock-Turnier, an dem alle Kärntner Theatergruppen teilgenommen haben, organisiert. Sämtliche Termine der Theatergruppe finden sich auf www.theatergruppegeiersdorf.at

Selbst vor nicht ganz so einfachen Stücken wie „Honig im Kopf“ scheut die Laiengruppe nicht zurück

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Die Wiesnarena Magdalensberg hat sich die Theatergruppe selbst gebaut

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