Seit Jahren lässt der dringend notwenige Ausbau der Drautalbundesstraße (B100) auf sich
warten. Auch Protestaktionen der Bevölkerung im Herbst des vergangenen Jahres schienen
nichts daran zu ändern.

Nun allerdings nimmt das Projekt B100 neue Fahrt auf. Laut GF Bürgermeister Bürgermeister Wolfgang Krenn von der Gemeinde Berg/Drautal soll es in den kommenden zwei Wochen zu einem Treffen mit Landesrat Martin Gruber kommen, bei dem die weitere Vorgehensweise besprochen werden soll.

Unzumutbare Situation
Täglich zwängen sich etwa 7.000 Fahrzeuge, davon 800 bis 1.000 Schwerfahrzeuge, durch das Ortszentrum Greifenburgs. Das Verkehrsaufkommen ist immens und steigt von Jahr zu Jahr. Probleme bereitet der Verkehr besonders in den Wintermonaten, in denen es regelmäßig zu kilometerlangen Staus und mehrstündigen, teils sogar mehrtägigen Sperren kommt. „Die Lage spitzt sich seit Jahrzehnten zu und ist besonders für die anwohnende Bevölkerung eine nicht zu verantwortende Belastung“, so Greifenburgs Bürgermeister Josef Brandner. Auch Johannes Pirker, Bürgermeister von Dellach im Drautal, ist es wichtig, den Ausbau der B100 so rasch wie möglich zu realisieren, da das Verkehrsaufkommen für die Anrainer immer unerträglicher und besonders für Kinder und Fußgänger auch gefährlicher wird. Er erhofft sich von LR Gruber, dass dieser sich für eine Sonderfinanzierung des Bundes einsetzt und das Projekt vorantreibt.

Finanzierung
Bisher scheiterte der Ausbau an Unstimmigkeiten über die Trassenführung, am fehlenden Willen der verantwortlichen Referenten und Teilen der Bevölkerung und wie so oft am fehlenden Geld. Das Projekt kostet laut LR Martin Gruber etwa 50 Millionen Euro, während das Straßenbaureferat des Landes ein Jahresbudget von lediglich 18 Millionen Euro vorsieht. Die hohen Kosten lässt LR Gruber aber nicht als Ausrede gelten. Er ist willens, das Projekt konsequent umzusetzen. Auch die Grundbesitzer sollen miteinbezogen werden. Krenn betont, dass die Bauern seitens des Landes fair behandelt werden müssen, damit es zu einer korrekten Grundablöse kommen kann. Und nun soll das Projekt tatsächlich in die Tat umgesetzt werden. Im für Juli geplanten Treffen der Bürgermeister der betroffenen Gemeinden und LR Gruber sollen die Weichen für den Ausbau gestellt werden. Es bleibt zu hoffen, dass das Projekt erfolgreich umgesetzt wird, damit der Verkehr endlich wieder ins Rollen kommt. Der SPITTALER bleibt dran!

© KK