Ein Wabelsdorfer Höllenhund: Christian Tschemer ist leidenschaftlicher Rallyesportler und fährt mit seinem OPEL E-Kadett GSI, Baujahr 1986 in der Sparte selbst neuen Autos davon.

Dass der Rallyesport nicht ungefährlich ist, hat Christian Tschemer am eigenen Leib erfahren. Bei einem Rennen in Auersbach vor sechs Jahren flog er aus der Kurve. „Als ich wieder zu mir kam, dachte ich, dass ich tot sei. Ich war ganz überrascht, dass das Leben weitergeht“, erinnert sich Tschemer. Doch wie schaffen es nun die Fahrer bei Geschwindigkeiten bis 140 km/h nicht aus der Kurve geschleudert zu werden. „Das Fahrwerk und die Reifen machen es möglich, dass ich mit so einem Tempo wieder heil aus der Kurve komme“, sagt Tschmer.

Respektvoller Dank
Niemals Angst – höchstens Respekt. „Das ist die Grundregel für den Rallyesport“,  stellt Christian Tschemer fest. Auch der familiäre Rückhalt ist ein entscheidender Faktor. Tschemer: „Ich möchte mich an dieser Stelle bei unseren Sponsoren für die Unterstützung bedanken.“ Eigentlich war er anfangs nur begeisterter Rallye-Zuseher, bis er sich vor zehn Jahren spontan entschied, den Fahrer Andi Pölzgut anzusprechen, um ihn zu fragen, ob er sein Auto kaufen könne. Wenige Zeit später war es soweit – am 16. und am 17. Juni 2007 fuhr er sein erstes Rennen und holte sich den zweiten Platz. Ungewisse Zukunft. Der MSC Wabelsdorf fährt in der Gruppe A/H bis 2.000 Kubik, in der er oft auch gegen Teams mit neueren Autos antreten muss, auf Asphalt. Beifahrer gibt es in dieser Klasse übrigens keinen. Dieses Jahr hat der MSC Wabelsdorf eine Pause eingelegt. „Wir haben das einfach gebraucht. Wir sind ja nur eine Hobby- gruppe. Der Zeitaufwand wurde zu groß“, sagt Tschemer. Nächstes Jahr will das Team vom MSC Wabelsdorf wieder durchstarten. Wenn es die Mannschaft nicht schafft, ein Team aufzustel- len, wird der Wagen verkauft. „Wir wollen deM neuen Fahrer im ersten Jahr mit unserem Know-how, Wissen und Erfahrung zur Seite stehen“, verspricht Tschemer.

Erfolgreiche Bilanz
Die größten Erfolge des MSC Wabelsdorf sind der dritte Platz beim Bergrallyecup. Beim Heimrennen in St. Urban in der Gruppe A/H bis 2000 Kubik war sein bestes Ergebnis der zweite Platz. „Nach den ersten zehn Rennen machte uns jemand anderes auf unsere Erfolge aufmerksam. Ich habe gesagt: Wir sind doch nur eine Hobbygruppe. Bis ich mir die Liste angeschaut und festgestellt habe, dass wir immer ganz vorne da- bei waren. Anfangs konnte auch keiner verstehen, wie ein Neuling so schnell sein kann“, lacht Tschemer

So sieht es aus, wenn der Wabelsdorfer mit 140 Sachen durchs Dorfgebiet rast.

Privat fährt Tschmer auch Opel – nur gemäßigt

Dieser Opel Kadett vom MSC Wabelsdorf war schon bei einigen Rennen ganz vorne dabei

KK