Diese Trucker beweisen Herz: Der Verein Rubber Duck Trucker hilft in Not geratenen LKW-Fahrern und deren Familien.

Den Moment, als Reinhard 50 Meter zu Fuß zu einem LKW ging, wird Helfried Kristof aus Poggersdorf nie vergessen. „Reinhard, ein ehemaliger LKW-Fahrer, hatte nämlich einen Schlaganfall und ist halbseitig gelähmt. Seit Wochen hat er keinen Schritt mehr selbstständig gemacht. Er war einfach deprimiert. Ich habe heute noch seine Worte im Ohr: Lasst mich zum Truck gehen. Ich schaffe das alleine“, erzählt Kristof. Der Poggersdorfer ist Kassier und eines der Gründungsmitglieder vom Verein Rubber Duck Trucker. Die Trucker mit Herz erfuhren von Reinhards Wunsch: Noch einmal wollte er in einem LKW sitzen. Als Reinhards Frau die Rubber Duck Trucker kontaktierte, setzten die LKW-Fahrer alle Hebel in Bewegung, damit Reinhard noch einmal in einem LKW sitzen konnte.

Beherzte Treffen
„Es gibt für alle Menschen ein Hilfsangebot und das ist auch richtig und gut so. Doch wer hilft eigentlich den LKW-Fahrern und ihren Angehörigen?“, fragt Obmann Gerald Kulterer aus Brückl. Diese Lücke versucht der Verein nach bestem Wissen und Gewissen zu füllen. Denn die Rubber Duck Trucker haben es sich zur Aufgabe gemacht, in Not geratene LKW-Fahrer zu unterstützen. Einmal im Monat treffen sich die Fernfahrer im Clubraum, um die nächsten Vorhaben zu besprechen und die Gemeinschaft zu leben. Viele der Mitglieder sind Fernfahrer und haben wenig Kontakt zu Mitmenschen.

Gelebte Gemeinschaft
Nach einem Todesfall oder einer Erkrankung helfen sie Familien von LKW-Fahrern. Es sind aber auch so einfache Dinge, wie einen Kaffee trinken. Kristof: „Wir haben z.B. ein Mitglied aus Landskron bei Villach, der Fernfahrer ist. Er lebt seit seiner Scheidung alleine und ist von der Gemeinschaft begeistert. Er sagt immer: Toll, dass es die Gemeinschaft gibt.“ Mehr auf https://www.facebook.com/Rubber-Duck-Trucker-Kärnten-eV-913191605461564/

Reinhard, der nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt ist, auf dem Weg zu seinem ehemaligen Arbeitsplatz

KK