Elisabeth Köchl und Karin Winkler-Domenig arbeiten im Jugendzentrum in Hermagor. Es ist zugleich Treffpunkt, Rückzugsort und Anlaufstelle für Jugendliche. Hier können die Jugendlichen sein wie sie sind und werden in ihrer Entwicklung positiv unterstützt.

Das Jugendzentrum wird vom „Verein zur Förderung der Jugendarbeit“ betrieben und teils vom Land Kärnten und der Stadtgemeinde Hermagor finanziert. Mit Sponsorengeldern können Projekte und spezifische Angebote realisiert werden.

Hintergrund
Karin Winkler-Domenig erklärt uns, warum das Jugendzentrum so wichtig ist. „Viele denken, dass ausschließlich Jugendliche mit Problemen zu uns kommen. Natürlich stehen unsere Türen für sie offen, aber es geht hier auch darum, dass Jugendliche in ihrer Freizeit zu uns kommen und Spaß haben können. Wir möchten sie in ihrer Entwicklung unterstützen und ihnen einen Ort bieten, an dem sie ganz sie selbst sein können.“ Eltern sind ebenfalls herzlich eingeladen, um sich unser Jugendzentrum etwas genauer anzuschauen.

Hilfestellung
„Das Jugendzentrum ist eine Anlaufstelle und bietet Erstberatungsgespräche an. Wenn wir merken, dass etwas nicht stimmt, sind wir für die Kinder und Jugendlichen da. Wir können ihnen aber nur den Weg weißen und ihnen mit unserem Netzwerk helfen, eine spezifischere Beratungsstelle zu finden. Präventiv können wir natürlich mehr tun. Im Rahmen von Workshops thematisieren wir sensible Themen wie Sexualität oder Drogenkonsum betreffen, können wir für die notwendige Aufklärung sorgen. Diese Workshops und Angebote werden immer auf die Jugendlichen abgestimmt und mit ihnen gemeinsam gestalten. Außerdem verfolgen wir einen geschlechtssensiblen Ansatz. Hier setzen wir uns intensiv mit den Interessen, Bedürfnissen und Lebenslagen von Mädchen und Burschen auseinander und berücksichtigen diese in unseren Angeboten,“ erklärt Winkler-Domenig. „Generell sollen die Jugendlichen die Möglichkeit haben bei uns für ihr Leben sowie den Alltag zu lernen. Bei uns gibt es Regeln an die sie sich halten müssen. Wird dagegen verstoßen ziehen wir sinnvolle Konsequenzen, sie sollen sich erproben und aus Fehlverhalten lernen können. Es folgt ein klärendes Gespräch, um deutlich zu machen, was schiefgelaufen ist. Mit dieser Unterstützung lernen sie.“

Mädchentag
„Generell kann man sagen, dass Mädchen öffentliche Einrichtungen wie diese statistisch gesehen seltener besuchen. Deswegen haben wir den Mädchentag ins Leben gerufen. Dieser findet samstags und wird von sich immer wechselnden Workshops begleitet. Der nächste Mädchentag findet am 1. Dezember von 14 bis 18 Uhr statt. Geplant ist dieses mal ein Mix aus Spaß, Kreativität und Gesundheit. Wir werden gemeinsam Kekse backen, haben eine Wellness- und Naturbeautyecke und basteln Weihnachtsgeschenke.

©KRM