Energie-Erlebnisweg für 2018 auf Schiene. So wird die Zukunft der Tourismusdestination ohne das Dorf Altersberg geplant. Ausstieg aus Kärnten Card fixiert.

Soweit ist die Geschichte bekannt: Durch Grundstücksstreitigkeiten im Bereich Altersberg hat die Märchenwandermeile heuer geschlossen. Doch hinter den Kulissen wurde eifrig genetzwerkt. Eine Lösung für 2018 steht bereit.

In Neuschitz
Drei Erlebnisstationen des nunmehr geplanten Energie-Erlebnisweges – einer inhaltlichen Erweiterung der Märchenwandermeile um das Thema erneuerbare Energien – werden statt in der Ortschaft Altersberg in Neuschitz realisert. Aufgrund der Unstimmigkeiten musste zudem eine neue Route für den Energieerlebnisweg gefunden werden. Die Lösung: Die neue Strecke führt wie gehabt über die Hängebrücke, geht von dort jedoch nicht weiter nach Altersberg, sondern zurück über die Brücke. Unter dem bestehenden Hauptweg wird ein zweiter Weg ausgebaut, der zu den Parkplätzen führt. „Für dieses neue Gesamtkonzept gibt es bereits einen breiten Schulterschluss in der Bevölkerung“, zeigt sich Touristiker Siggi Neuschitzer erleichtert.

In Trebesing
Die Fläche auf der Autobahneinhausung wird wie geplant in das Energiethema miteingebunden, ist jedoch nicht Teil des eigentlichen Energieerlebnisweges in Neuschitz. Auf der Autobahneinhausung wird ein begehbarer „Baum des Lebens“ realisiert, anhand dessen der Vorgang der Photosynthese beschrieben werden soll. Zudem entsteht bei der Trebesinger Ortseinfahrt im Bereich des Parkplatzes bei Graggltümpfe ein sechs Meter hoher „Drachensessel“ als Hingucker.

Keine Kärntencard
Die Märchenwandermeile Touristik GmbH wird ab 2018 kein Kärnten Card-Partner mehr sein. Die Eintrittspreise werden etwas angehoben, „dafür wird aber mehr geboten“, so der einhellige Tenor in Trebesing. „Durch das ausgeweitete Konzept rund um das Thema Energie, erwarten wir uns zudem eine Saisonverlängerung zwischen sechs und acht Wochen“, so die designierte Geschäftsführerin der Märchenwandermeile Touristik GmbH, Astrid Rauscher. Der Bildungsauftrag soll vermehrt im Fokus stehen. Schulen als zusätzliche Zielgruppe angesprochen werden.

Hauptattraktionen
Neben dem Baum des Lebens in Trebesing, werden ein Sonnentempel und der Palast der Winde (beides in Neuschitz), die zukünftigen Schlüsselattraktionen der Tourismusdestination darstellen. Abgesehen von der Sonnen- und Windenergie, befinden sich im Bereich des Energieerlebnisweges noch Inszenierungen zu den Themen Wasser und Holz in Planung.

Märchenhandlung
Umrahmt wird der Erlebnislehrpfad mit einem Märchen rund um einen kleinen Drachen. Gemeinsam mit dem Fabelwesen begeben sich die Besucher auf die Suche nach dem „Geheimnis der Sonne“. Je näher man diesem Geheimnis kommt, desto kleiner werden die ökologischen Fußabdrücke des Drachens. Das inhaltliche Konzept hierfür wurde im Auftrag der LAG Nockregion-Oberkärnten von der ARGE Drachenmeile um die Tao Beratungs- und Management GmbH aus Villach, dem Radentheiner Grafik-Designer und Werbefachmann Wolfgang Daborer sowie Pädak-Professor Bernhard Schmölzer erstellt. LAG-Regionalmanagerin Christine Sitter: „Als Klima- und Energiemodellregion Lieser-Maltatal, zeigen wir, wie man mit Ressourcen nachhaltig umgehen kann. Das Projekt des Energieerlebnisweges passt perfekt in diese Gesamtstrategie.“ Budgetiert sind 360.000 Euro. 180.000 Euro werden bezuschusst.

©KRM (großes Bild)/KK/ARGE Drachenmeile

(Bild oben): Der Trebesinger Amtsleiter Manfred Hanke, Bürgermeister Christian Genshofer, Marketinglady Astrid Rauscher, Unternehmer Hans Neuschitzer und Siggi Neuschitzer. (Kleines Bild): Die Bewohner der Ortschaft Neuschitz stehen hinter dem neuen Tourismuskonzept
Mit diesem Drachen geht’s ab 2018 auf Erkundungstour