Verkehrsstaus bis zur ampelgeregelten Kreuzung stadteinwärts sind in der Klagenfurter Straße wegen der Bahnübersetzung keine Seltenheit. Umbau der Klagenfurter Straße bereits in Planung.

Schon 2003 wurde seitens der ÖBB/Land Kärnten eine Projektierung gestartet für die Unterführung der Klagenfurter Straße, weil dieses Thema aus Sicht der Stadt auch in der Hauptverantwortung dieser beiden Beteiligten liegt. Für diese Unterführung hätte die Straßenmeisterei jedoch übersiedeln müssen, da die Platzfläche für die Unterführung benötigt worden wäre. 2005 wurde dieses Projekt auch im Stadtrat eingehend diskutiert. Die projektierten Kosten für die Unterführung beliefen sich damals auf ca. 2,5 Millionen Euro. Als Finanzierungsmodell stand damals eine Drittelfinanzierung mit der ÖBB, dem Land Kärnten und der Stadtgemeinde St. Veit zur Diskussion. Dies wurde aber nicht intensiviert, da es unterschiedliche Auffassungen in der Kostenübernahme für dieses Projekt gab.

Statement Polizei
„Es handelt sich um kein Verkehrschaos, sondern aufgrund der Eisenbahnkreuzung, die eben vorhanden ist, kann es im Zuge von Verschubarbeiten bzw. bei zeitgleichen Gegenzügen zu einer Schließung der Schranken bis zu mindestens zehn Minuten kommen“, so der PI-Kommandant der Polizeiinspektion St. Veit/Glan, ChefInsp Ferdinand Schweiger. „Daraus resultiert auch ein gewisser Rückstau, welcher über die Kreuzung Klagenfurter Straße – Lastenstraße hinausreichen kann.“

Immer wieder Unfälle
Bei der Kreuzung Klagenfurter Straße – Lastenstraße handelt es sich um eine räumlich sehr eingeschränkte, enge Kreuzung, bei der es im Begegnungsabbiegeverkehr zu Staus kommen kann, weil ein gleichzeitiges Abbiegen kaum bzw. schwer möglich ist. „Um diese Kreuzung staufrei zu bekommen, müsste sie entsprechend erweitert bzw. ausgebaut werden“, erklärt Schweiger. „Zu Verkehrsunfällen ist es an dieser Kreuzung immer wieder gekommen, die aber mit der Baulichkeit der Kreuzung nichts zu tun haben. Die Verkehrsunfälle resultieren aus Nichtbeachtung der Vorrangbestimmungen und passieren meist zur verkehrsarmen Zeit.“

Umbau Klagenfurter Straße
Bei einem in naher Zukunft bevorstehenden Umbau der Klagenfurter Straße, wird auch die Ampelanlage auf den neuesten Stand der Technik gebracht. „Es gab bereits Gespräche mit der Firma Siemens, dass es eine Optimierung der derzeitigen Ampelschaltung geben soll. Diese Optimierung betrifft jedoch vorwiegend den Verkehrsfluss aus der Lastenstraße und nicht den aus der Klagenfurter Straße“, erklärt Andreas Reisenbauer, Pressesprecher der Stadt St. Veit. „Die Stausituation, welche durch den Bahnübergang in der Klagenfurter Straße während der Stoßzeiten auf die weiterführenden Kreuzungen entstehen, wird ohne die Errichtung einer Unterführung leider niemals ausgeglichen werden können.“

Statement ÖBB
„Das Projekt wurde aus Kostengründen abgesagt. Pro Stunde fahren zwischen 6 und 20 Uhr drei Züge. Zusätzlich kommt es zu ca. sechs Verschubfahrten täglich. Außerdem gibt es laut Fahrplan zusätzlich neun Nahverkehrszüge“, so Herbert Hofer, Pressedienst ÖBB. „Natürlich sind Wartezeiten ärgerlich, jedoch sollte man bedenken, dass diese aus Sicherheitsgründen besteht!“

Rückstaus bis zur Kreuzung in der Klagenfurter Straße

Überführungen, wie diese Richtung Wayerfeld, wären günstiger

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