Asphaltsurfen dürfte nicht jedem ein Begriff sein, Skateboarding hingegen schon. Dabei stehen die Sportler seitlich auf einem kleinen Brett mit vier Rollen und machen Straßen, Treppen und Mauern zu ihrem persönlichen Hindernisparcour.

Bis in die 1950er Jahre lässt sich Surfen als die Quelle des Skateboardens zurück verfolgen. Die Idee war es, das Gefühl des Wellenreitens in der USA auf die Straßen zu übertragen, daher wurden die Skateboarder anfänglich auch „Asphaltsurfer“ genannt.

Kein Limit
Mittlerweile hat sich das Skateboarden als Szenesportart auch hierzulande etabliert. Patrick Bernegger aus Rangersdorf fährt schon sein halbes Leben Skateboard und auch nach rund 20 Jahren hat der Sport nichts an seiner ursprünglichen Faszination eingebüßt. „Für mich liegt die Faszination des Skatens in der Einfachheit.
Die große Herausforderung ist es, jeden noch so spektakulären Trick so einfach wie möglich aussehen zu lassen“, erklärt der 32-Jährige. Patrick Bernegger startete mit dem Skaten im Alter von 13 Jahren. Damals
war der Sport noch recht unbekannt und so musste sich der Mölltaler mit der Hilfe von Videos alles selber
beibringen. Das Erlernen dieser Trendsportart ist keine Sache, die man schnell drauf hat, sondern verlangt
sehr viel Training, Disziplin und Mut. „Man fängt mit Basictricks an und daraus entwickelt man selbst erdachte Manöver, die in einer dynamischen Choreographie zusammenfließen. So entwickelt man seinen eigenen und unverwechselbarer Stil“, erklärt der Vater eines 2-jährigen Sohnes.

Skater-Community
Vor allem die Körperbeherrschung spielt beim Skateboarden eine wichtige Rolle, denn hält man die Schulter falsch oder man verlagert das Gewicht nicht richtig, kann das Manöver zu schweren Verletzungen führen. Dies musste auch der 32-Jährige sehr oft schmerzhaft erfahren. „Stütze gehören einfach dazu, denn nur so kann man den Sport richtig lernen“, so der Sportler. Ein weiterer Aspekt, der den Asphaltsurfer begeistert, ist die Tatsache, dass die Skaterszene sehr offen ist. „Egal, ob in Madrid, in Deutschland oder Barcelona – man wird überall freundlich aufgenommen, ganz egal ob man Anfänger oder Profi ist“, so der Rangersdorfer. Anschließend räumt Patrick Bernegger noch mit einem Vorurteil auf: „Skaten ist nicht nur ein Sport der Jugendkultur. Egal ob man 16, 30 oder 50 Jahre alt ist, Skaten kennt keine Altersbegrenzung“.

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