Die Tamburizzagruppe Latschach widmet sich einem besonderen Instrument. Seit 40 Jahren greifen die heute 23 Mitglieder voller Leidenschaft in die Saiten.

In diesem Jahr ist es genau 40 Jahre her, dass Erika Wrolich ein neues Instrument lernen wollte – und damit die Tamburizzagruppe Latschach ins Leben rief. „Mich hat die Zartheit des Klanges der Tamburizza sofort fasziniert, es gab aber keine Gruppe. Also habe ich gemeinsam mit meinem Mann jene in Latschach gegründet“, erzählt Wrolich. Damals ein großer Helfer war Hans Gabriel aus St. Johann im Rosental. Wrolich: „Er hat allen Gruppen in Kärnten auf die Füße geholfen. Unsere erste Probe hatten wir zu Allerheiligen 1977.“ Ausgerichtet war die Gruppe damals vor allem für Jugendliche, schon zu dieser ersten Veranstaltung kamen mehr Interessierte, als Instrumente vorhanden waren. „Tamburizzas bekommt man nur in Kroatien. Für unsere Gruppe haben wir im gesammten Südkärntner Raum zusammengesammelt und restauriert – 15 Stück“, so Wrolich. Derzeit ist die Gruppe 23 Mitglieder stark, inklusive der Jugendgruppe.

Konzerte 
Von Anfang an mit dabei sind die drei Geschwister Theresia, Marjan und Lojzi Gallob, auch ein viertes Gründungsmitglied ist immer noch Teil der Gruppe. Vergleichbar mit dem Tamburizzaspiel ist die Gitarre, bis man die richtige Technik erlernt hat braucht man laut Wrolich drei bis vier Jahre. Die Tamburizzagruppe Latschach probt wöchentlich – meist samstags oder sonntags. Damit sind die Musiker bestens auf diverse Konzerte vorbereitet. Ihre klangvollen Reisen führen die Mitglieder auch ins Ausland. „Von Frankfurt bis Dubrovnik – wir kommen recht viel herum. Im Jahr haben wir etwa 15 Konzerte“, sagt Wrolich. Fixpunkt ist das jährliche Seminar in Crikvenica (Kroatien). Acht Tage lang wird hier intensiv geübt, der Spaß kommt natürlich auch nicht zu kurz. Die ausgewählte Literatur ist sehr gemischt. „Wir spielen Kärntner Lieder, slowenische und deutsche. Gerne auch dalmatische und klassische Stücke oder Kirchenmusik. Anlässlich des Jubiläums wurde die Tamburizzagruppe neu eingekleidet. „Bislang hatten wir Trachten aus der Gegend rund um Zagreb. Unsere neue Tracht ist heimatbezogener – auf der Schürze des grau-roten Dirndls sind der Faaker See und der Mittagskogel zu sehen. Männer tragen das Motiv auf ihrem Gilet.“