Martin Maier ist einer von fünf Lehrlingen bei Konrad Forsttechnik in Preitenegg, die ihre Lehre mit Matura im Beruf Land- und Baumaschinentechniker absolvieren.

Der 1990 gegründete Familienbetrieb Konrad Forsttechnik ist einer der weltweit führenden Hersteller von Forst- und Holzerntemaschinen, die speziell auf die Anforderungen im steilen Gelände ausgerichtet sind. Das Unternehmen mit einer Exportquote von rund 60 % liefert hauptsächlich in den mitteleuropäischen Raum, doch auch in Japan und Südamerika herrscht starke Nachfrage. Am Firmenstandort sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, davon 21 Lehrlinge. Ausgebildet wird in den Berufen Land- und Baumaschinentechnik, Metalltechnik mit Schwerpunkt Zerspanungstechnik bzw. Metall- und Blechtechnik, Elektronik und Betriebslogistikkaufmann. „Gerade erst haben wir sechs neue Lehrlinge aufgenommen“, freut sich Lehrlingsbetreuer Günther Karner.

Vielfältig
Die Möglichkeit zur Lehre mit Matura hat u. a. der 20-jährige Martin Maier ergriffen: „Nach Abschluss der LFS St. Andrä bin ich durch Freunde auf Konrad Forsttechnik aufmerksam geworden“, so der Wolfsberger. Mittlerweile befindet er sich im zweiten von 3,5 Lehrjahren. Als Land- und Baumaschinentechniker mit Schwerpunkt auf Baumaschinen bietet sich ihm ein umfangreiches Betätigungsfeld. Karner: „Bei uns durchläuft jeder Lehrling schon im ersten Lehrjahr alle Abteilungen, um das Unternehmen als Gesamtes kennenzulernen. Mit den weiteren Lehrjahren verlängern sich die Abstände, für deren Dauer ein Lehrling in der jeweiligen Abteilung bleibt. Am Ende der Lehrzeit kristallisiert sich heraus, in welchem Bereich der Jugendliche nach seinem Lehrabschluss verbleibt.“

Abwechslung
Aktuell ist Martin in der Reparaturabteilung beschäftigt. Fehler an Maschinen erkennen und beheben ist der Job des dort arbeitenden Teams. Viele Reparaturen können mittlerweile per Fernwartung erledigt werden, wenn beispielsweise ein Elektronik- oder Programmierungsfehler vorliegt, doch manchmal reicht das nicht aus und die Konrad-Mitarbeiter müssen selbst Hand anlegen. „In dieser Abteilung reizt mich vor allem die Abwechlsung, weil man jeden Tag vor neuen Herausforderungen steht“, sagt Martin.

Tägliches Lernen
Neben der Arbeit im Betrieb nimmt die schulische Ausbildung einen großen Stellenwert ein. Zusätzlich zur Berufsschule in Villach, die zehn Wochen pro Lehrjahr in Anspruch nimmt, verbringt Martin einen Tag pro Woche mit Maturavorbereitungen an der FBS Wolfsberg. Täglich nach der Arbeit nimmt er seine Bücher zur Hand: „Der Lernaufwand ist nicht zu unterschätzen. Man muss dafür schon sehr motiviert sein“, sagt der junge Landwirt. Nach Absolvierung der Lehrabschlussprüfung und der Matura im Jahr 2020 würde er gerne im Betrieb bleiben. Karner: „Die Chancen dafür stehen sehr gut. Viele unserer heutigen Mitarbeiter haben auch ihre Lehre hier absolviert.“ Auch für die weitere Zukunft zeigt sich Martin ambitioniert: „Ich würde gerne noch den Meisterbrief erlangen.“

Schnuppern möglich
Eine schriftliche Bewerbung bei Konrad Forsttechnik zahlt sich aus, denn generell wird jedem Bewerber die Möglichkeit einer Schnupperwoche eingeräumt. Verläuft diese zur Zufriedenheit des Lehrlings und des Betriebs, kommt es in weiterer Folge zu einem Aufnahmetest. Eine wichtige, wenn auch nicht entscheidende Rolle spielen zudem die Noten des letzten Schulzeugnisses. Wer sich bei Konrad Forsttechnik gerne einmal umschauen möchte, hat übrigens am 22. September ab 9 Uhr im Rahmen eines Tages der offenen Tür die Möglichkeit dazu.

Lehrling Martin Maier (oben) mit dem Lehrlingsbeauftragtem Günther Karner (links) und Geschäftsführer Markus Konrad

Der Woody Harvester aus dem Hause Konrad Forsttechnik in Aktion

Am Firmenstandort IN Preitenegg sind rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, davon 21 Lehrlinge

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