Im Mordfall einer 72-jährigen Villacherin hat der bekannte Villacher Anwalt Hans Gradischnig die Vertretung der mutmaßlichen Auftragsgeberin übernommen.

Wie der DRAUSTÄDTER berichtete wurden im Rahmen eines Mordes an einer 72-jährigen Villacherin, sowie Brandstiftungen in Umberg bei Wernberg und Sattendorf und mehreren Betrugsfällen, drei verdächtige Frauen festgenommen. Der Villacher Promianwalt Hans Gradischnig übernahm nun die rechtliche Vertretung der mutmaßlichen Anführerin des Frauen-Trios, die unter anderem im Verdacht steht, den Mord an der Villacher Pensionistin in Auftrag gegeben zu haben.

„Mordauftrag nie erteilt“
„Ich habe meine Klientin schon in der Haft besucht und bereits ein Gespräch mit ihr geführt“ so Gradischnig.  Im Auftrag seiner Klientin hat Gradischnig am 21. November eine bedingte Erberklärung bei Gericht deponiert. So sei seine Klientin im Testament der Ermordeten weiterhin als Alleinerbin der Eigentumswohnung vorgesehen. Im Klartext hieße dies laut Gradischnig: „Wenn es der Staatsanwaltschaft nicht gelingt zu beweisen, dass sie den Mordauftrag an eine bereits geständige, gebürtige Ungarin, erteilt hat, hat sie gute Chancen die Eigentumswohnung in Villach auch zu erben.“ Die Sichtweise der Polizei und Staatsanwaltschaft ist da freilich eine andere. Gradischnig: „Ich lasse mich auf keine Spekulationen ein. Letzten Endes werden die Geschworenen das Urteil fällen müssen. Für mich als Verteidiger gilt im Fall meiner Mandantin noch immer die Unschuldsvermutung.“ Der Anwalt weiter: „Sie hat niemals einen Mordauftrag erteilt.“

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