Mit einem Zugewinn von 10,7 Prozent verzeichnet die SPÖ den höchsten Zugewinn ihrer Parteigeschichte in der zweiten Republik. Grünen-Chef Holub vor Rücktritt.

Mit 47,94 Prozent gehen die Sozialdemokraten als klarer Sieger der Kärntner Landtagswahl hervor. Für den Landtag bedeutet dies 18 SPÖ-Mandate.  An zweiter Stelle rangiert die FPÖ mit 9 Mandaten (22,96 Prozent),  an dritter Stelle ÖVP mit 6 Mandaten (15,45 Prozent). Ebenso im Landtag das Team Kärnten mit aktuell drei Abgeordneten (5,67 Prozent).

Regierungsbildung offen
Bekanntlich ist dies die erste Landtagswahl ohne Proporz. Die SPÖ wird unter Ägide von Peter Kaiser zu Koalitionsverhandlungen laden. Laut Politologen Anton Pelinka wäre das Team Kärnten Favorit für die Regierung mit der SPÖ. Weiter mögliche Zweier-Konstellationen: SPÖ und ÖVP bzw. SPÖ und FPÖ. Die FPÖ gratulierte der SPÖ zum Sieg: „Ein großer Vertrauensvorschuss für Peter Kaiser“, so FPÖ-Wahlkampfleiter Erwin Angerer. Ob die Freiheitlichen in die Regierung wollen, würde sich noch zeigen. „Grundsätzlich liegt es an Peter Kaiser die Parteien zu Koalitionsverhandlungen einzuladen“. Peter Kaiser: „Wir sprechen mit allen, das entspricht unserem Wertekatalog.“

Holub vor Rücktritt
Nicht mehr im Landtag vertreten sind die Grünen. Liest man zwischen den Zeilen, wird Grünen-Chef Rolf Holub seinen Rücktritt anbieten.

Wahlbeteiligung extrem niedrig
2013 schritten 75 Prozent der Wähler zur Landtagswahl. Heuer wählten gar nur 68 Prozent. So wenig wie noch nie. Im Vergleich der Bezirksstädte war der Stimmenrückgang in Hermagor am geringsten (-1,8 %) und in Klagenfurt am größten (-12,2%).

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