Die Wolfsberger Richard Stocker und Christian Dobernig haben unter dem Titel „Kleine Schätze“ ein Informationsportal samt Webshop für alle Freunde von Konstruktionsmodellen ins Leben gerufen.

Spielzeug fasziniert! Und zwar alle Altersklassen. Gerade unter Männern ab 30 Jahren erfreuen sich Modellbau und Konstruktionsspielzeug immer größerer Beliebtheit. „Es gibt eine neue Generation von Bastlern. Mit Lego & Co. aufgewachsen, bauen diese Menschen ihre Modelle nicht mehr still und heimlich im Keller, sondern holen sie ins Wohnzimmer und zeigen sie her“, sagt Richard Stocker, Unternehmer und begeisterter Modellbauer von Kindesbeinen an. Der Markt ändert sich dementsprechend. Es ist eine Zunahme an Herstellern und Technologien zu beobachten. Blogs und Youtube-Tutorials schießen wie Pilze aus dem Boden. Modellbau ist wieder cool!

Kleine Schätze
Gemeinsam mit Christian Dobernig, einem langjährigen Freund, hat Stocker nun ein neues Projekt aus der Taufe gehoben. Unter www.kleineschätze.at hat das Duo eine Website samt Webshop und Blog ins Leben gerufen. Angeboten werden hochwertige Bausätze, Funktions- und Sammelmodelle. Darunter finden sich Auto-, Eisenbahn- und Gebäudemodell aus Metall, Holz und Papier sowie das dazugehörige Werkzeug. Mit rund 110 Artikeln ist das Angebot noch überschaubar, wird aber laufend erweitert. Im integrierten Blog stellen die Macher der Seite neue faszinierende Produkte vor, behandeln Themen rund ums Thema Konstruktion, vernetzen sich mit anderen Blogs und wollen in Zukunft auch von Messen berichten. „Wir möchten uns zu einem Informationsportal für Hobbykonstrukteure entwickeln“, erklärt Christian Dobernig. „Etwas Vergleichbares gibt es in Österreich bisher noch nicht.“ In den Kinderschuhen steckt die Herstellung von eigenen Produkten. Bereits jetzt können Interessierte von Richard Stocker konstruierte Bastelbögen kostenlos herunterladen und zuhause nachbauen. Und auch zu gewinnen gibt es etwas: Aktuell werden auf der Facebookseite „Kleineschätze“ zwei Papier-Bausätze der renommierten Marke Geli verlost.

Besser als meditieren
Gerade die Feiertage eignen sich perfekt, sich so richtig ins Thema Modellbau zu vertiefen. Den Aufschwung des Modellbaus kann man als Gegenpol zu unserer digital dominierten Alltagswelt deuten: „Diejenigen, die sich damit beschäftigen, wollen etwas angreifen, ein haptisches Erlebnis haben. Und sie wollen eine Funktion sehen“, erklärt Dobernig. „Den Menschen gibt es viel, sich einmal ohne Ablenkung durch Smartphone und Tablet zwei Stunden mit dem Bau von Gegenständen zu beschäftigen. Das ist besser als meditieren. Zudem ist natürlich der symbolische Wert eines selbst gebauten Objekts ein ganz anderer als der eines fertig gekauften“, erklärt Stocker.

© KRM (4)