Der LAVANTTALER hat Poolbauer Martin Kainz kontaktiert und ihm hilfreiche Expertentipps zu Themen wie Auswahl, Kostenkalkulation und Poolpflege entlockt.

Eines ist klar: Pool ist nicht gleich Pool. Die Modelle unterscheiden sich in den Punkten Material, bauliche Anforderungen, Pflegeaufwand und nicht zuletzt Anschaffungs- und Montagekosten. Wer die Investition in einen Pools plant, sollte sich zunächst im Klaren darüber sein, wieviel er für das heimische Schwimmbad ausgeben will. „Immer wieder kommt es vor, dass Eigenheimbesitzer falsche Vorstellungen über die tatsächlichen Kosten eines Pools haben“, erklärt Martin Kainz, der seit knapp zehn Jahren Pools im ganzen Lavanttal aufstellt. „Lockangebote im Internet, wo Pools teilweise schon um 1.200 Euro angeboten werden, führen oft dazu, dass an die Kosten für die baumeisterlichen Tätigkeiten wie etwa den Aushub und die Installation einer Bodenplatte gar nicht mehr bedacht wird.“ Diese können nämlich unter Umständen die reinen Anschaffungskosten eines Pools um ein Vielfaches übersteigen. „In weiterer Folge wird dann in vielen Fällen versucht, beim Einbau zu sparen. Beispielsweise wird auf eine Bodenplatte oder die wichtige Pufferzone zwischen Erdreich und Poolwand verzichtet“, so Kainz. Das rächt sich allerdings im Laufe der Zeit, denn Erdreich „arbeitet“, was langfristig den Spaß am eigenen Pool verdirbt.

Realistische Preise
Die beliebtesten Pooltypen in unseren Breiten sind Polypropylen- bzw. GFK-Pools sowie mit Styroporsteinen aufgemauerte Becken Größen zwischen 7 x 3 und 8 x 4 Metern. „Wer etwas wirklich Vernünftiges haben will, kann als Richtwert für einen 8 x 4 Meter Pool inklusive Montage mit etwa 12.500 Euro rechnen. Hinzu kommen sämtliche bauliche Maßnahmen, die sich natürlich von Situation zu Situation unterscheiden“, erklärt Kainz. Die Bauzeit liegt inklusive Aushub, baulichen Tätigkeiten und Einbau des Pools für gewöhnlich bei rund vier Wochen.

Poolpflege
Ein weit verbreiteter Fehler: Pooleigentümer messen pH- und Chlorwerte zu selten. Darunter leidet das Poolwasser, verfärbt sich irgendwann grün und kann danach nur mehr durch massivem Einsatz von Chemie neu aufbereitet werden. „Die Wasserwerte sollten einmal pro Woche gemessen werden“, rät Kainz. Selbst bei der Verwendung von technischen Hilfsmitteln wie automatischen Dosieranlagen ist es ratsam, diese zumindest einmal jährlich vom Fachmann durchchecken, zu lassen, denn auch die Technik kann einmal daneben liegen.

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