Laut Schätzungen leiden ca. 3438 Buben und 2915 Mädchen im Spittaler Bezirk an Übergewicht. Eine alarmierende Zahl, die gerade zum Schulstart einmal mehr schockiert.

Damit die Taferlklassler gesund durch die Schulzeit kommen hat der SPITTALER für Sie eine Lektion in Sachen Kindergesundheit.

Übergewicht bei Kindern
Eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie, bei der Kinder weltweit auf Gewichtsprobleme untersucht wurden, zeigt auf: In Österreich sind demnach rund 30 Prozent der Burschen übergewichtig. Bei den Mädchen zeichnet sich ein Ost-, Westgefälle ab. So bringen im westlichen Teil des Landes rund 21 Prozent und im östlichen Bereich 29 Prozent der Mädchen zu viele Kilos auf die Waage. „Übergewicht bei Kindern steigt rasant. Grund dafür ist falsche Ernährung und Bewegungsmangel“, so Allgemeinmedizinerin Dr. Beatrix Amenitsch. Sie sieht vor allem Eltern in der Pflicht: „Eltern von Kindern mit Gewichtsprobleme, müssen sich selber bei der Nase nehmen und ihren eigenen Lebensstil genau beleuchten. Kinder können eben nur das essen, was ihnen vorgesetzt wird, und wenn das ständig Fertiggerichte anstatt gesunder Lebensmittel sind, muss man sich nicht wundern. Man hat eine Vorbildfunktion, der man nachkommen sollte, dazu gehören auch gemeinsame Aktivitäten im Freien, damit sich die Kinder bewegen.“ Übergewicht bei Kindern kann mit Hilfe des Bodymaßindexes (Körpergewicht (kg) : Körpergröße (cm)²) berechnet werden. Alles, was über dem Wert 23 liegt, ist bereits Übergewicht. „Genauer ist der Messwert der Perzentil- Tabelle. Dieser Wertmaßstab gründet auf dem BMI und dem Alter gemessen in Jahren von Kindern. In dieser Tabelle erfolgt die Einschätzung nach Vergleichswerten“, erklärt die Allgemeinmedizinerin.

Gehirnnahrung
Bewegung und gesunde Ernährung spielen gerade in der Schule eine wichtige Rolle, weiß Amenitsch: „Kinder, die sportlich aktiv sind, erbringen auch bessere schulische Leistungen. Ich empfehle pro Tag mindestens 1-1/2 Stunden Bewegung an der frischen Luft. Eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, Nüssen, Milchprodukten und viel frisches Gemüse und Obst helfen beim Lernen und ist Superfood für das Gehirn – zur Jause wie auch zu den Hauptmahlzeiten“, erklärt Beatrix Amenitsch. Übrigens, das Frühstück ist nicht unbedingt notwendig. Wenn die Taferlklassler ihre erste Mahlzeit des Tages
in der Vormittagspause zu sich nehmen wollen, reicht das völlig aus.

Augengesundheit
Während des Unterrichts sind Kinderaugen auf kurze Sicht fokussiert. Sie verlernen das in die Ferne schauen. Die Folge: trockene Augen, Kurzsichtigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Daher sollten Kids nach der Schule ihren Augen eine Pause gönnen und TV, Handy oder die Spielekonsole meiden. „Am besten hinaus in die Natur gehen und bewusst
in die Ferne sehen, das gewöhnt das Auge wieder an die Fernsicht“, so der Tipp der Allgemeinmedizinerin.

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