Ungeliebter Einwanderer: Das müsst ihr über den Riesen-Bärenklau wissen! Biologe und Pollenwarndienst-Chef Helmut Zwander klärt über den Riesen-Bärenklau in Kärnten auf.

Seit ein paar Wochen geistern von verschiedenen Quellen Schreckensmeldungen durchs Netz – besonders auf Facebook. Gezeigt werden Bilder von Verätzungen, die vermutlich durch Hautkontakt durch den Riesen-Bärenklau verursacht wurden. Wie gefährlich ist dieser Einwanderer? Wo finden wir ihn bei uns? Was müssen wir beachten? Der KLAGENFURTER hat dazu Biologie Helmut Zwander befragt.

Früher am Spielplatz vertreten
Dass der Riesen-Bärenklau schmerzhafte Verätzungen verursacht, steht außer Frage. „Beim Riesen-Bärenklau war eindeutig Handlungsbedarf. Der Einwanderer ruft nämlich bei Hautkontakt mit dem Pflanzensaft schlimme phototoxische Reaktionen hervor. Noch vor 15 Jahren hat man ihn bei uns am Kinderspielplatz vom Kindergarten gefunden – einfach unvorstellbar“, weiß Zwander.

Großteils entfernt
Was der Biologe aber auch weiß: „Die Feuerwehren haben bei uns sehr gute Arbeit geleistet und den Riesen-Bärenklau in den letzten Jahren so stark dezimiert, dass er bei uns äußerst selten ist. Wenn mir jemand heute sagt: „Bitte, zeig mir doch ein Exemplar dieser giftigen Pflanze“ tu ich mir sehr schwer“. Zwander nennt als Fundort eine schwer erreichbare Region zwischen Friesach und Neumarkt. Hier stehen noch ein paar Exemplare dieser gefährlichen Pflanze. Für das Klagenfurter Becken gibt der Experte jedoch Entwarnung: Hier kann der Experte kein Aufkommen nennen.

Erkennungsmerkmale
Den Riesen-Bärenklau erkennt man an der rund 30 Zentimeter großen Doldenblüte. Bei uns gibt es sonst keinen Doldenblütler, der so groß ist. Im Juni und Juli steht der Riesen-Bärenklau in Vollblüte. Seine Höhe kann bis zu zwei Meter betragen. Bis zu 5.000 Samen kann eine Blüte produzieren.

Nektarspender
Hätten Sie’s gewusst? Der Riesen-Bärenklau stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Wegen seines hohen Nektargehaltes wurde er von Imkern bei uns eingeführt. „Das hören die Imker heute aber nicht besonders gerne“, lacht Zwander. Wer dennoch einen Riesenbärenklau findet, sollte unbedingt die Feuerwehr benachrichtigen. 

So kann ein Kontakt mit dem Riesenbärenklau enden

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Der Biologe Dr. Helmut Zwander gibt für den Raum Klagenfurter Becken in Sachen Riesenbärenklau Entwarnung