Rund 189.000 Euro nimmt die Stadtgemeinde Wolfsberg für die Neugestaltung des Skateparks in Ritzing in die Hand. Fertigstellung im Juni.

Ganze 22 Jahre hat der Skatepark in Wolfsberg bereits auf dem Buckel. Zwar erfreut er sich nach wie vor großer Beliebtheit bei den Skatern – bis zu 40 Jugendliche nutzen ihn täglich –, allerdings ist er längst nicht mehr zeitgemäß: Die sechs vorhandenen Gerätschaften sind desolat, der Asphalt in einem schlechten Zustand. Risse im Boden und kaum mehr befahrbare Rampen stellen zudem ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko dar. Viele Skater weichen daher bereits auf Anlagen in Villach und Graz aus. Damit ist bald Schluss: Am Skatepark wird jetzt gebaut.

Vorreiter am Zug
„Es wurde bereits eine Asphaltfläche von rund 600 m2 im nördlichen Teil der Anlage abgebrochen, um in den nächsten Wochen die von der niederösterreichischen Firma M-ramps neu entwickelte Skateanlage umzusetzen“, sagt Stadtrat Johannes Loibnegger, dessen Gemeinderatsantrag zum Neubau des Skateparks 2018 einstimmig angenommen wurde. „Die Firma M-ramps gilt als absoluter Vorreiter beim Bau von Sportstätten dieser Art, hat in der Vergangenheit bereits mit Unternehmen wie Red Bull zusammengearbeitet und konnte zudem das wirtschaftlich beste Angebot vorlegen.“

Zusammenarbeit mit Skatern
Anstelle der bisherigen flexiblen Rampen und Hindernisse wird der neue Skatepark elf fix eingebaute Anlagenteile beinhalten. Die so genannten „ramps“ und „pipes“ (z. dt. Rampen und Röhren) sollen Anfängern wie fortgeschrittenen Skatern, Scooterfahreren und Bikern jede Menge Abwechslung bieten. Für den Bau greift man auf eine Ortbetonausführung zurück. Das bedeutet, die benötigten Teile werden nicht fertig geliefert, sondern vor Ort aus Beton gegossen. Der Vorteil liegt in den nahtlosen Übergängen, an denen nichts mehr hängen bleiben kann. Damit sinkt die Unfall- und Verletzungsgefahr drastisch. Bei der Planung der Anlage setzte man auf intensive Zusammenarbeit mit den Jugendlichen und der Stadtplanung. „Es gab mehrere Treffen mit den Skatern, um herauszufinden, was sie sich wünschen und Fehlplanungen zu vermeiden“, so Loibnegger.

Freizeitanlage
Für die Restfläche von 1.200 m2 ist die Errichtung einer Alternativsportanlage angedacht, auf der beispielsweise Streetball oder Unihockey – ein dem Hallenhockey ähnliches Stockballspiel – gespielt werden kann. Damit könnte man auch eine neue attraktive Freizeitanlage für Jugendliche und auch Erwachsene anbieten.

Finanzierung
Die Baukosten für den neuen Skatepark belaufen sich auf rund 127.000 Euro, die Aphaltierung schlägt mit etwa 42.000 Euro zu Buche. Zusätzlich wird in diesem Bereich auch die Beleuchtung in Stand gesetzt, was der Gemeinde rund 20.000 Euro kosten wird. Die Gesamtsumme von 189.000 Euro wird zur Gänze aus dem Budget finanziert. „Die ersten Entwürfe für den Skatepark hätten uns etwa 60.000 Euro gekostet. Wir haben uns in Abstimmung mit den Nutzern des Parks aber dazu entschieden, mehr auszugeben und dafür eine moderne Anlage zu bauen, die für die nächsten Jahre und Jahrzehnte reichen wird.“

Eröffnung im Juni
Mit der Fertigstellung des neuen Skateparks ist bereits im Juni dieses Jahres zu rechnen. „Für die Eröffnung möchten wir Größen der österreichischen Skateszene einladen, die die neuen Rampen einweihen werden“, sagt Loibnegger. „Zudem könnte ich mir ein Livekonzert vorstellen.“

Der Asphalt im betreffenden Areal wurde bereits abgetragen

Schematische Darstellung der Anlage

Dominik Mauritsch, Wolfsberger Skater-Urgestein, in Aktion

© KRM (großes Bild), © KRM, © M-Ramps, © KK