Waffen, Gefechtsdienst, salutieren, Ordnung im Spind – das gehört zum alltäglichen Leben von Daniela Pichler.

Die Spittalerin ist seit vier Jahren Soldatin beim Jägerbataillon 26 in der Türkkaserne und hat sich damit über Umwege einen langjährigen Wunsch erfüllt.

Von der Behindertenpädagogin zur Soldatin
Aufgewachsen ist die junge Frau gemeinsam mit ihren beiden Brüdern in St.Peter Edling. Mit 17 Jahren absolvierte Daniela Pichler die Berufsausbildung zur Behindertenpädagogin in Klagenfurt und arbeitete anschließend als Behindertenpädagogin bei der Lebenshilfe Spittal. Ein Beruf, der ihr durchaus viel Freude bereitete. Trotzdem schlummerte schon immer der Wunsch in ihr, beim Heer Karriere machen zu wollen und so entschloss sich die damals 22-Jährige schließlich zu neuen Ufern aufzubrechen. „Ich wusste zu Beginn eigentlich nicht, was mich erwarten würde, aber meine Neugier und die Faszination an diesem Beruf waren stärker“, so die junge Frau.

Ehrgeiz zahlt sich aus
Nach der Grundausbildung in Tamsweg und der Absolvierung des LKW-Führerscheins in St. Johann im Pongau wurde die Spittalerin auf eigenen Wunsch nach Spittal versetzt, wo sie zum Jäger Gruppenkommandant ausgebildet wurde. Während dieser Ausbildung absolvierte sie, die dafür vorgesehenen Kurse an verschiedenen Lehrkompanien, Heeresunteroffiziersakademie und Heerestruppenschule. Als Jägergruppenkommandant bildet sie nun die Grundwehrdiener aus, was ihr viel Spaß macht. Aber streng sei sie nicht: „Ich würde nicht behaupten, dass ich streng bin. Jeder hat seine Leistung zu bringen und ein gewisses Maß an Respekt gegenüber dem Ausbildner darf erwartet werden. Ich finde es enorm wichtig, eine Linie zu haben, fair zu sein und Struktur zu haben“.

Facettenreicher Beruf
Aber was fasziniert die junge Frau, die seit kurzem verheiratet ist, an diesem Job? „Der Beruf als Soldat ist sehr abwechslungsreich. Kein Tag ist wie der andere“, so die Wachtmeisterin begeistert und erzählt weiter: „Vor allem hat man es in diesem Job mit vielen verschiedenen Menschen zu tun, ist beruflich unterwegs und hält sich viel an der frischen Luft auf“. Positiver Nebeneffekt ist, dass man während der Dienstzeit Sport machen kann und sich so körperlich fit hält. © KK