Die Moosburgerin Melanie Riemer hat Trauerkarten für Sternenkinder entworfen und überzeugt in Happy-Painting-Kursen von Clarissa Hagenmeyer selbst den Talentbefreitesten, dass ein Künstler in ihm schlummert.

„Ich kann doch gar nicht malen!“ Das war die Reaktion, der Moosburgerin Melanie Riemer auf ein Geschenk – ein Online-Malkurs von Clarissa Hagenmeyer. Diesen Satz hört Riemer jetzt selber immer wieder, wenn sie Happy-Painting-Kurse von Clarissa Hagenmeyer leitet. Der Begriff Kursleiterin missfällt der Moosburgerin aber: „Ich sehe mich eher als Impulsgeberin. Der Rest kommt von den Kursteilnehmerinnen.“ Das Happy-Painting-Konzept wurde von der deutschen Clarissa Hagenmeyer entwickelt und soll selbst die untalentiertesten Pinselschwinger zum Staunen bringen, welch‘ künstlerisches Talent in ihnen schlummert.

Erheiternde Aha-Erlebnisse
Dass das Happy-Painting-Konzept funktioniert, zeigt sich einerseits darin, dass Hagelmeyer mehr als 10.000 Online-Malkurse verkauft hat, andererseits darin, dass bei den Kursen das Aha-Erlebnis an der Tagesordnung steht. „Du weißt aber schon, dass ich nicht malen kann, war der erste Satz einer Teilnehmerin, die danach mit zwei tollen Bildern nach Hause ging. Auch die Reaktionen der Familienmitglieder wie ,Seit wann kannst du das denn?ʻ finde ich großartig“, lacht Riemer. Seit Anfang dieses Jahres ist Riemer Österreichs einzige Lizenzträgerin für die Happy-Painting-Kurse von Clarissa Hagenmeyer.

Karten mit Herz
Per Zufall hat Riemer eine Anfrage für die Gestaltung einer Trauerkarte für ein Sternenkind bekommen. „Als ich gesehen habe, dass gewöhnliche Trauerkarten für Sternenkinder einfach unpassend sind , habe ich den Entschluss gefasst, eigene zu gestalten und diese der Plattform Verwaiste Eltern zur Verfügung zu stellen“, sagt Riemer. Die Druckerei Satz & Druckteam Klagenfurt erklärte sich sofort bereit, 500 Karten kostenlos zu produzieren. Die Karten für Sternenkinder liegen derzeit im Elki Klagenfurt auf. In den nächsten Wochen werden die Karten auch in den Kabeg-Häusern Wolfsberg, Spittal, St. Veit und Villach zu finden sein.

Pinsel statt Tastatur
Fast zehn Jahre war Melanie Riemer als Journalistin in der Lokalredaktion der Kleinen Zeitung tätig. Als vor drei Jahren ihr Sohn Theo zu Welt kam, fasste sie den Entschluss, ihr Leben beruflich zu verändern. Heute sind Happy-Painting-Kurse und Klagenschalen-Pädagogik die neuen beruflichen Felder, die die Moosburgerin erfüllen. Mehr auf www.melanie-riemer.at.

Foto oben: Melanie Riemer: „In den Malkursen lernt jeder, sich von künstlerischen Selbstzweifeln zu verabschieden“
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Die Trauerkarten für Sternenkinder sind für die Moosburgerin eine Herzensangelegenheit

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