Nadeln und Wolle – mehr braucht Burgi Gritzner nicht, um ihre kleinen, kuscheligen Kunstwerke zu kreieren. In der Vorweihnachtszeit ist die Villacherin auf diversen Adventmärkten vertreten.

„Stricken und Häkeln ist schon seit vielen Jahren mein Hobby. Anfangs habe ich Pullover, Jacken oder Socken gefertigt, ab 2001 begann ich damit, Bären und andere Tiere zu stricken oder häkeln“, erzählt Gritzner. Zuerst wurden Freunde und Familie mit den kleinen wolligen Wesen beschenkt, schließlich folgten erste Aufträge. So passiert es auch immer wieder, dass die Bären verschiedene Rollen einnehmen. Gritzner: „Das variiert durch diverse Anfragen zu Anlässen wie Hochzeiten, Geburten oder Taufen, beziehungsweise auch für Berufe und Hobbys. Vom Koch über Rauchfangkehrer oder Feuerwehrmann bis hin zum Eishockeyspieler oder Rotkreuz-Mitarbeiter habe ich die Bären schon angepasst.“

Hoher Kuschelfaktor. Mit der Zeit hat sich der Name „BritziBären“ etabliert, für maximalen Kuschelgenuss sorgt die Wolle: Verwendet wird nur 100 Prozent reine Alpaka- bzw. Merinowolle. Neben den Bären gestaltet die Handarbeits-Expertin auch Glückwunschkarten, Weihnachten ist dabei ein großes Thema. Auch dieses Jahr ist die Villacherin wieder Teil von einigen Advent- und Weihnachtsausstellungen. Unter anderem bei der Adventausstellung im Hotel „eduCare“ in Treffen (25. November) oder der „Christmas Lounge“ im Hotel Warmbaderhof am 9. Dezember. Ab 10 Uhr steht hier wieder alles im Zeichen einer besinnlichen, winterlichen Stimmung – vom großen Handwerksmarkt mit vielen Geschenkideen über den knisternden Maronistand bis hin zum Kinderprogramm mit Naturpark Rangern und Lamawandern im Kurpark.

Weihnachtsgedanken im Sommer. Diese Märkte bedeuten für Gritzner: Bereits im Hochsommer denkt sie an die weihnachtliche Zeit. „Ich stricke zwar während des gesamten Jahres an den Bären, für die Adventzeit beginne ich aber bereits verstärkt im Sommer“, so Gritzner. „Arbeit“ ist das für sie aber nicht unbedingt. „Das Fertigen der Bären bedeutet für mich Spaß, Freude, Entspannung, Abstand vom Arbeitsstress, Zeit zum Nachdenken und eine geistige Herausforderung. Und ich freue mich besonders, wenn ich – oft auch nach Jahren – Rückmeldung von meinen Kunden bekomme, dass sie noch immer eine große Freude mit meinen Bären haben.“

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