Im Rahmen der Präventions-Initiative „Gemeinsam.sicher“ setzt die Polizei im Bezirk Völkermarkt am 26. Mai in St. Kanzian den nächsten Schwerpunkt speziell auf die Information für Frauen.

Wie verhält man sich in einer gefährlichen Situation? Wie funktioniert ein Taschenalarm? Wie ist man sicher im Internet unterwegs? Welche Institutionen bieten – abseits der Polizei – Rat und Hilfe? Diese Themen und weitere mehr werden bei der Sicherheitsveranstaltung „Selbstbehauptung im öffentlichen Raum für Frauen ab 16 Jahre“ behandelt. Bezirkspolizeikommandant Klaus Innerwinkler: „Der Bezirk Völkermarkt gehört zu den sichersten in Kärnten, das belegen die Zahlen. Uns ist es aber wichtig, auch das subjektive Sicherheitsgefühl von Frauen zu steigern.“

Angst nehmen
„Wir möchten die Selbstbehauptung der Frauen, ihr Selbstbewusstsein stärken“, sagt Bezirks-Sicherheitsbeauftragter Günther Kazianka. „Sich gedanklich mit Situationen auseinanderzusetzen, ein ,Gefahrenradar’ aufzubauen und Szenarien abzuarbeiten hilft, die Angst zu nehmen und im öffentlichen Raum frei leben zu können.“ Ein kurzer Workshop dazu steht ebenso am Programm wie Informationen zum Thema Sexting, Cyber-Mobbing, Stalking etc. im Internet, Tipps zur Einbruchssicherung von Haus oder Wohnung, wie man sexuelle Übergriffe vermeiden kann sowie Rechts- und Handlungssicherheit in Notwehrsituationen. „Die Veranstaltung richtet sich an alle Frauen ab 16 Jahren – Einzelpersonen, Gruppen, Schulen, Senioren, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, aber auch Männer sind herzlich willkommen“, so Kazianka. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Gemeinde St. Kanzian mit Bgm. Thomas Krainz.

Hilfe finden
Die WIFF Frauen- und Familienberatung Völkermarkt und das Gewaltschutzzentrum Kärnten informieren ebenfalls vor Ort. Federführend bei der Sicherheitsveranstaltung involviert sind die Polizeibeamtinnen Susanne Aichholzer und Verena Kristof von der Polizeiinspektion St. Kanzian. „Die Dunkelziffer bei häuslicher Gewalt ist sicher höher, das ist immer noch ein Tabu-Thema“, wissen die Polizistinnen. „Es ist wichtig, dass die Hemmschwelle verloren geht, dass Frauen gestärkt und mutiger werden, sich behaupten.“ Gerade hier hilft auch oft der Austausch mit anderen, wenn man merkt, man ist nicht alleine. „Und wir handeln nicht nur als Polizei, sondern können Betroffenen auch Kontakt zu Beratungsstellen vermitteln“, erklärt Susanne Aichholzer.

Am Foto (v.l.): Susanne Aichholzer, Sicherheitsbeauftragte der PI St. Kanzian, Verena Kristof, BPK Klaus Innerwinkler und Bezirkssicherheitsbeauftragter Günther Kazianka
© KRM

Programm
Gemeinsam sicher – Selbstbehauptung im öffentlichen Raum für Frauen:
Samstag, 26. Mai 2018, Veranstaltungszentrum K3, St. Kanzian
15.30 bis 16 Uhr: Eintreffen
16 Uhr: Eröffnung & Vorstellung der Referenten
16.30 bis 18 Uhr: Vorträge in den div. Räumen im Rotationsprinzip
18 Uhr: Austausch mit Buffet
18.30 Uhr: gemeinsamer Abschluss
Anmeldungen für Gruppen bei Susanne Aichholzer, PI St. Kanzian, unter Tel. 059133-2154