Schwammerlliebhaber sind in diesem Jahr wahre Glückspilze, denn perfekte Wetterbedingungen in Oberkärnten lassen einen neuen Rekord bei den Delikatessen aus dem Wald erwarten. 

So können Schwammerlklauber im heurigen Herbst riesige Parasole und gigantische Herrenpilze ernten. Und auch wenn es bislang für die herrlichen Eierschwammerln wetterbedingt nicht so rosig lief, so starten auch sie jetzt nochmal durch.

Perfekte Wetterbedingungen
„Normalerweise schießen Eierschwammerln schon im Frühsommer aus dem Boden. Heuer allerdings war es im Frühjahr einfach zu trocken“, erklärt Alexander Amon, Bezirksstellenleiter der Bergwacht Spittal. Die Rekordhitze im März und April setzte den Pilzen mächtig zu, sodass sie in ihrer Entwicklung einfach zurückblieben. „Die Eierschwammerln brauchen einfach eine lange Vorlaufzeit und die fiel heuer ins Wasser. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass sie im August nochmal einen ordentlichen Wachstumsschub bekommen und niemand auf sein Eierschwammerlgulasch verzichten muss“, so der Bezirksstellenleiter optimistisch. Für den Parasol und den Steinpilz hingegen herrschen paradiesische Wetterbedingungen.
„Diese Pilze lieben warme Temperaturen, wie wir sie in Oberkärnten gerade haben. Wenn es jetzt noch ab und an regnet, werden wir uns im Herbst über zahlreiche und großgewachsene Parasole und Steinpilze freuen“, verspricht Alexander Amon.

Pilzsammler aufgepasst
Wer durch die Wälder streift und Pilze sammelt, sollte sich jedoch an diverse Vorschriften halten. So gelten beim Ernten von Steinpilzen folgende Schutzbestimmungen, wie der Bezirksstellenleiter von der Bergwacht erläutert: „Stein- bzw. Herrenpilze dürfen nur von 15. Juni bis 30. September gepflückt werden. Dieselben gesetzlichen Bestimmungen gelten für Eierschwammerln. Parasole hingegen dürfen ganzjährig geerntet werden. Pilze dürfen erst ab 7 Uhr früh gepflückt werden. Um 18 Uhr gilt das Sammelverbot“, erklärt Amon. Auch bei der Menge der Pilze gibt es eine gesetzliche Regelung. So dürfen pro Tag und Person nicht mehr als 2 Kilogramm für den Eigenbedarf geerntet werden. Dies wird durch die 110 Bergwächter im Bezirk Spittal streng kontrolliert. „Wir haben immer wieder Aufgriffe, wie beispelsweise einen, bei dem zwei Personen
50 Kilo Schwammerln bei sich hatten“, erinnert sich der Bezirksstellenleiter. Wer mehr als 2 Kilo pflückt und erwischt wird, dem wird ein Organmandat ausgestellt. Ab 5 Kilo wird die Ware beschlagnahmt und den Pilzdieben droht eine hohe Verwaltungsstrafe. „Pilze, die wir in Beschlag nehmen, kommen einem guten Zweck zugute. So übergeben wir die Schwammerln beispielsweise an Altenheime“, erklärt Amon. Übrigens: Finger weg vom Pilzesammeln in der Kernzone des Nationalparks! Hier herrscht absolutes Ernteverbot!

Mitarbeiter gesucht
Männer und Frauen, denen die Natur ein Anliegen ist, sind herzlich willkommen bei der Bergwacht. Infos unter 0664/9718882.

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