Die Ausbeute der Schwammerlklauber im Lavanttal ist heuer bisher ausgesprochen gut. Ein Rekordjahr sei es laut dem Bezirksleiter der Kärntner Bergwacht, Gerhard Scheiber, jedoch nicht.

Im Moment sind 24 Freiwillige der Kärntner Bergwacht stichprobenartig in den Wäldern des Bezirkes unterwegs, um die Einhaltung der Zwei-Kilogramm-Grenze pro Schwammerlklauber zu kontrollieren. Naturgemäß erhält man da einen guten Überblick über die Ausbeute der Schwammerlfans. Gerhard Scheiber: „Es ist ein gutes Jahr, wie auch die Jahre davor. Ein Rekordjahr ist es aber sicher nicht.“ Der Bergwacht-Bezirksleiter muss es wissen, schließlich übt er diese Funktion bereits seit rund 40 Jahren aus. Das Schwammerl-Vorkommen schwankt regional sehr stark: „Es gibt Gegenden mit sehr wenigen Eierschwammerln, aber auch Gebiete mit einem hohen Bestand“, so Scheiber. Wo letztere liegen, verrät er natürlich nicht.

„Brave“ Klauber
Zusätzlich zu den Bergwachtstreifen im Wald kontrolliert auch eine Sondereinsatzgruppe der Bergwacht immer dann, wenn die Eifrigkeit der Schwammerlsucher allzu stark überhandnimmt. Gemeinsam mit der Autobahnpolizei nimmt sie auch Kontrollen auf der Autobahn vor, wobei verdächtige Fahrzeuge auf Parkplätze abgeleitet werden. Im Bezirk Wolfsberg verhalten sich die Schwammerlklauber bisher sehr kultiviert: „Mir sind bisher keine Vorkommnisse oder Abstrafungen bekannt“, so Scheiber.

Gesetzliches
Das Sammeln von Steinpilzen und Eierschwammerln ist bis 30. September zwischen 7 und 18 Uhr erlaubt, wobei die tägliche Ausbeute zwei Kilogramm pro Person nicht überschritten werden darf. Wird man mit einer größeren Menge erwischt, gibt es bei geringen Überschreitungen eine Abmahnung, bei größeren Vergehen allerdings empfindliche Geldstrafen bis zu 3.360 Euro.

Bergwacht-Bezirksleiter Gerhard Scheiber

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