Stanko Sadjak stellt aktuelle Werke in Bleiburg aus. Der Künstler sagt selbst: „Meine Bilder sind optimistisch und jedes soll Freude bereiten.“

„Zwölf Jahre lang hat mich der Gedanke an die Farben in der Griffner Tropfsteinhöhle nicht losgelassen“, erzählt Stanko Sadjak. Damals besuchte der Traundorfer Künstler mit seiner Enkelin das Ausflugsziel. 2016 war die Zeit gekommen, aus den Gedanken Bilder entstehen zu lassen. Für die Ausstellung ,Night4Art’ am Griffner Schlossberg hat er mit kleineren Formaten gearbeitet als sonst: „Die Farben kommen dabei noch intensiver zur Geltung und ich habe die Thematik genau verwirklichen können.“

Aus der Dunkelheit
Bis Ende Mai ist der Bilderzyklus „Pracht der Härte – Kras trdote“ im Café Pazzo in Bleiburg zu sehen: „Die Besucher hier sind sehr vielschichtig, das ist interessant. Und Kunst gehört unters Volk, die Gäste sollen sich an optimistischen Bildern erfreuen.“ Insgesamt kann der Künstler in seinem mehr als 40-jährigen Wirken auf über 80 Ausstellungen zurückblicken – seine Lieblingsorte: „Alte Gemäuer, Burgen, Höhlen – Stein!“, schmunzelt Sadjak. Aktuell hat er „versucht Stein und Kristalle aus der Dunkelheit herauszuholen und ins Licht zu stellen“, wie er erklärt. „Das ist wie bei den Menschen: Jeder Mensch, den man aus der Dunkelheit holt, hat ein Glänzen.“

Eigene Technik
Kunst und Kultur begleiten Sadjak bereits seit seiner Kindheit. „Ich bin stolz ein Autodidakt zu sein“, sagt der Künstler. „Denn in keiner Schule hätte ich so uneingeschränkt und unvoreingenommen mein Wissen erlernen und perfektionieren können.“ Zu seinem eigenen Weg gehört die „Sastagrafie“, eine Papier-Falttechnik. Sadjak erklärt: „Die Motive werden gedanklich und handfertig in das Papier eingearbeitet. Die Oberfläche des Werkes wird mit Lackspray je nach Bedarf von verschiedenen Seiten besprüht. Nach dem Ausfalten und Glattpressen wird ein dreidimensionales Kunstwerk geschaffen.“

Bewusst wahrnehmen
Sind neue Projekte geplant? „Momentan genieße ich die Phase des Glücklichseins, der Freude, um dann konzentriert mit dem nächsten zu beginnen“, so Sadjak. „Man muss sich auf das Schöne besinnen und es wahrnehmen. Das bewusst Erlebte und die Freude gibt man dann auch weiter. Eventuell gehe ich als nächstes wieder ins Naturalistische – das ist immer eine Herausforderung.“

Die Griffner Tropfsteinhöhlen, die zu den buntesten in ganz Europa gehören, haben Stanko Sadjak zu den aktuellen Bildern inspiriert

© KRM (2)