Endlos unberührte und steile Hänge abseits von präparierten Pisten. Schneebedeckte Felsen, die unzählige Möglichkeiten für Cliff-Jumps bereithalten. Meterhoher Powder und Adrenalin pur – so lassen sich die Eckdaten von Freeriden zusammenfassen.

Andreas Zweibrot aus Kolbnitz ist Freerider. Er überwindet Hänge, die steiler als 50 Grad sind und überschreitet Grenzen, die unüberwindbar scheinen. Für den Adrenalinjunkie bedeutet der Sport jedoch weit mehr als mit dem Snowboard die Hänge hinunter zu rasen. „Es ist ein unglaubliches Gefühl, seine Spuren an einem Ort zu hinterlassen, an dem kaum noch jemand zuvor war. Für mich bedeutet es pure Freiheit“, schwärmt der Rider.

Freerider-Elite
Der 31-jährige Familienvater war schon immer begeisterter Snowboardfahrer, doch erst vor drei Jahren begann er sich mit anderen Sportlern zu messen. „Ein Freund überredete mich damals dazu, an einem Contest mitzumachen, den ich dann auch tatsächlich für mich entscheiden konnte. Da hab ich dann auch Blut geleckt“, lacht der Kolbnitzer. So stellte der Neuling sein Können bei zahlreichen Wettkämpfen erfolgreich unter Beweis und holte sich einen Titel nach dem anderen. Binnen zwei Jahren sicherte sich das Ausnahmetalent, den Respekt seiner Snowboardkollegen und stieg in die europäische Königsdiziplin auf. Aktuell kämpft er um den Einzug in die Weltmeisterschaft.

Die große Kunst
Die Contests finden im Gelände von 1800-3000m Seehöhe statt. Bevor es zum Bewerb geht, wird aus der Ferne das Areal eingegrenzt, innerhalb dem man sich vor seinem inneren Auge eine Linie zurechtlegt. „Das Schwierige daran ist, diese Linie von oben dann auch zu finden und ihr zu folgen, denn von weitem sieht das Gelände natürlich ganz anders aus als von oben. Du musst dir Fixpunkte merken, um zu wissen, über welchen Felsen du springst oder nicht und in welchen Hang du einfährst oder eben nicht. Das ist die große Kunst“, erklärt der Vater eines zweijährigen Sohnes.

Sicherheit
“Wir Freerider werden zu Unrecht immer als Verrückte abgestempelt. Das ist aber nicht so. Bevor wir hinunterfahren, studieren wir den Berg oft tagelang“, so Andreas. Gemeinsam mit Thomas Egger von rawlifefilm.com dreht er immer wieder atemberaubende Filmprojekte, die europaweit begeistern, um zu zeigen, dass auch wir atemberaubende Spots für Freerider haben. Andreas bedankt sich bei seiner Familie für die Unterstützung sowie bei rawlifefilm. com, heliski-alpeadria. Com, int.tobeoutwear.com, zanier.com und Hansundfranz.at für die Zusammenarbeit. Wer den Sportler gerne mal in Action erleben möchte, hat die Gelegenheit vom 13.-14. Januar beim Großglockner Freeride 2018 .

© KK