Das Land Kärnten fördert gemeinsam mit dem Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds die befristete Ansiedelung neuer Unternehmen in leerstehenden Geschäften in der Wolfsberger Innenstadt.

In Klagenfurt hat sich das Modell der Pop-Up-Stores bereits bewährt; mit Wolfsberg kommt nun die erste Bezirksstadt in den Genuss der Landesförderung für Pop-Up-Stores. Dabei handelt es sich um neue Unternehmen, die sich für befristete Zeit von drei Monaten in leerstehenden Flächen einmieten, dabei für neue Impule in den Innenstadtbereichen sorgen und gleichzeitig ihr Geschäftsmodell in der Praxis ohne großes finanzielles Risiko ausprobieren können.

Bis zu 3.000 Euro Förderung
Der KWF fördert derartige Stores durch Mietzuschüsse, Beratungsschecks und Inventarankauf (z. B. Registrierkasse) mit einer Gesamtsumme von bis zu 3.000 Euro. Das angekaufte Inventar darf nach Ablauf der Frist behalten werden. Über die Förderwürdigkeit der eingereichten Projekte entscheidet eine Jury. „Selbst wenn ein Projekt nicht für einen Pop-Up-Store zugelassen wurde, waren die Rückmeldungen der Unternehmer beim Pilotprojekt in Klagenfurt sehr positiv, weil sie von der Expertenjury brauchbares Feedback für ihren Businessplan erhielten“, so LHStv. Gaby Schaunig. Auf die gute Entwicklung in der Wolfsberger Innenstadt wies Bgm. Hans-Peter Schlagholz hin: „Bei insgesamt 320 Geschäftslokalen gab es 2015 noch 28 Leerstände. Bis Anfang 2018 hat sich diese Zahl auf 18 verringert.“ Derzeit befände sich die Gemeinde in Gesprächen mit den privaten Hauseigentümern der Innenstadt, die dem Projekt generell positiv gegenüberstehen und sich in puncto Mieten sehr entgegenkommend zeigen. Die letzten Details werden am 5. März zwischen Gemeinde und KWF ausgehandelt.

Schnelles Netz
Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Rabensteiner erläuterte, werde künftig bei allen Sanierungen und Erneuerungen des Stadtwerke-Leitungsnetzes (Trinkwasser und Abwasser) die Möglichkeit der Glasfaser-Mitverlegung geprüft. Ein aktuell dem Land Kärnten präsentierter „Masterplan“ sieht vor, dass damit langfristig Siedlungsgebiete mit rund 6.700 Haushalten mit Hochgeschwindigkeits-Internet versorgt werden können.

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