Am 22. Dezember 2018 war eine Pistenraupe durch das Eis des Falkertsee gebrochen und versunken. Der Lenker konnte sich retten. An der erfolgreichen Bergung waren elf Feuerwehren beteiligt.

Ein nicht alltägliches Unfallsszenario mussten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, Vertreter der Exekutive und der Bezirkshauptmannschaft sowie Landeschemiker kurz vor den Weihnachtsfeiertagen bewältigen.

Pistenraupe versunken
Am 22. Dezember wurden die FF Patergassen, die Landesalarm- und Warnzentrale, die BH Feldkirchen und die Polizei von einem im Falkertsee gesunkenen Pistengerät informiert. Der Fahrer des Pistenbullys konnte das Gerät noch rechtzeitig verlassen. Darauf hin wurde von der zuständigen Ortsfeuerwehr Patergassen und der Exekutive ein Lokalaugenschein durchgeführt.

Gefahr für Umwelt
Am Abend konnte festgestellt werden, dass sich keine Spuren von Betriebsmitteln an der Wasseroberfläche befanden und das Pistengerät sich fast mittig im Falkertsee, auf 12 Metern Tiefe befand. Von einer Bergung in der Dunkelheit wurde aufgrund des Aufwandes und der Gefahr Abstand genommen. Ein örtlicher Lokalaugenschein mit dem Landeschemiker und der Behörde wurde für den nächsten Tag anberaumt.

Bergung notwendig
Nach dem Lokalaugenschein wurde dann der Tauch- und Wasserdienst des Bereichs Mitte (Bezirke Klagenfurt-Land und Feldkirchen) sowie die Hauptfeuerwache Villach zu einem Taucheinsatz am Falkertsee alarmiert. Man entschied sich für die Bergung des Gerätes, da die Umweltgefahren als zu groß eingeschätzt wurden. Hierzu wurde durch die Feuerwehr eine rund 150 Meter lange Schneise in die bis zu 30 cm dicke Eisdecke des Sees geschnitten.

Bergung mittels Hebeballons
Anschließend wurden durch die Einsatztaucher Hebeballone am vier Tonnen schweren Fahrzeug befestigt um das Gerät vom Seegrund zu heben bzw. mittels Seilwinden aus dem See zu ziehen. Gegen 20:40 Uhr konnte das Pistengerät schlussendlich geborgen werden. Für die eingesetzten Feuerwehren, vor allem die Feuerwehrtaucher, bedeutete dies Schwerstarbeit bei einem nicht alltäglichen, gefährlichen Einsatzszenario bzw. bei winterlichen Luft- und Wassertemperaturen.

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