Die Puppen können mehr als tanzen – das jährliche „Cikl Cakl“-Festival des Kulturvereins KPD Šmihel bringt Figurentheater in all seinen Facetten nach St. Michael ob Bleiburg. Von der Eröffnung am 18. Oktober bis zum letzten Tag am 22. Oktober stehen heuer neun professionelle Produktionen am Programm.

„Puppentheaterkunst beinhaltet Clownerie, Schattentheater, Objekte, Marionetten, Straßentheater, Multimedia-Theater etc. Und die Puppen können viel mehr als tanzen!“, betont Veronika Kušej, künstlerische Leiterin des internationalen „Cikl Cakl“-Festivals. Nicht nur Kinderherzen lässt Figurentheater höher schlagen, es verpackt ebenso auch ernstere Themen für Erwachsene.

Beliebt & geliebt
Seit 1999 veranstaltet der slowenische Kulturverein KPD Šmihel durchgehend in St. Michael ob Bleiburg das internationale Figurentheaterfestival „Cikl Cakl“. „Das Figurentheater ist in all den Jahren zum beliebten und geliebten Teil unserer Kulturarbeit geworden“, so Obfrau Micka Opetnik. „Dafür investiert unser Verein viel Zeit und auch Mittel.“ 25.000 Euro betragen die Festival-Kosten. „Neben Unterstützungen durch Gemeinde Feistritz ob Bleiburg, Land, Bund und zahlreiche Sponsoren ist dies vor allem durch die vielen engagierten Mitarbeiter im Kulturverein möglich“, dankt Micka Opetnik.

Hochwertig & vielfältig
Finanzieller und organisatorischer Unterstützer ist der Christliche Kulturverband (KKZ). „Wir sind stolz, dem KPD Šmihel heuer wieder zur Seite stehen zu können“, betont KKZ-Theaterreferentin Verena Smrtnik. „Das Figurentheaterfestival ist nicht nur ein wichtiger Teil im Theatergeschehen, sondern auch einzigartig in Kärnten.“ Veronika Kušej ist bei vielen Festivals vor Ort, um qualitativ hochwertige Gruppen aus aller Welt für ein abwechslungsreiches Programm nach St. Michael ob Bleiburg zu bringen. Neben Figurenspielern aus Slowenien, Deutschland, Großbritannien und Frankreich ist heuer erstmals eine Gruppe aus Spanien vertreten – mit der gebürtigen Argentinierin Valeria Guglietti, die, basierend auf klassischem chinesischem Schattentheater, das Stück „Don’t touch my hands“ zeigt.

In- und Outdoor
„Cikl Cakl 2017“ bietet neun professionelle Vorstellungen für jede Altersgruppe im Pfarrsaal St. Michael und darüber hinaus. Die Vormittags-Aufführungen am 18. und 19. Oktober sind speziell für Schulen und Kindergärten. Unter dem Motto „Kultur im öffentlichen Raum“ gestaltet der Engländer Ben Zuddhist den ersten Teil der Eröffnungsfeier am 18. 10., 18 Uhr, vor dem Gemeindeamt in St. Michael. Der zweite ist die Präsentation des Puppentheater-Workshops, der heuer im Kindergarten St. Michael abgehalten wurde. Im Freien sowie im Zelt nimmt die Gruppe „Des Fourmis Dans La Lanterne“ aus Frankreich am 21. 10. die Besucher mit dem Stück „Clic“ auf eine Schwarz-Weiß-Film-Reise von 2D zu 4D mit!

Am Foto oben: Micka Opetnik, Veronika Kušej, Vizebgm. Mario Slanoutz und Verena Smrtnik im Gemeindeamt von Feistritz ob Bleiburg in St. Michael. Im Rahmen seines 110-Jahr-Jubiläums zeigt der KPD Šmihel noch bis November im Gemeindeamt Ausstellungsstücke von 40 Theater- und Puppentheater-Premieren der letzten zehn Jahren (Fotos unten)
© KRM (5)

„Cikl Cakl 2017“ Festivaleröffnung: Mittwoch, 18. Oktober, 18 Uhr, Marktgemeindeamt Feistritz ob Bleiburg in St. Michael. Präsentation der Figurentheaterworkshops des Kindergartens St. Michael ob Bleiburg sowie die Vorstellung von Ben Zuddhist aus England „Versilli und der kleinste Tierzirkus der Welt.
Das gesamte Programm- und alle Karten-Details gibt’s auf www.smihel.at und www.kkz.at.

21. 10., 19.30 Uhr, Pfarrsaal St. Michael: Schattenspiel „Don’t touch my hands“ (ohne Worte, ab 3 Jahren, 45 min.) mit „Sombras Chinas“
© Sombras Chinas

20. 10., 19.30 Uhr, Pfarrsaal St. Michael: „Vent debout – prezračenje – Entlüftung“ der französischen Gruppe „Des Fourmis Dans La Lanterne“ (ohne Worte, ab 7 Jahren, 45 min.)
© Des Fourmis Dans La Lanterne

22. 10., 11 Uhr, Pfarrsaal St. Michael: Vorstellung „Na luno z Zvitorepcem, Lakotnikom in Trdonjo“ mit Dia-Projektor im Stil von Comic-Strips der slowenischen Gruppe „Moment“ (slowenische Sprache, ab 5 Jahren, 45 min.)
© Gregor Salobir