LR Benger fördert 1. Arbeitgeber-Zusammenschluss Nockregion. Betriebe kooperieren und teilen sich qualifizierte Arbeitnehmer. Gemeinsam beschäftigtes Personal deckt Bedarf aller Betriebe ab.

Ein Projekt, das die Arbeitskräfte vor Ort in der Region hält, beschäftigt und damit Einkommen sichert und der Abwanderung entgegen wirkt, haben 14 Betriebe in der Nockregion gestartet. Mit dem Arbeitgeber-Zusammenschluss von Betrieben unterschiedlicher Branchen und Größen teilen sich die Unternehmen qualifizierte Arbeitskräfte. Das gemeinsam beschäftigte Personal deckt den Bedarf der Betriebe ab, womit die Unternehmen bei größeren Aufträgen konkurrenzfähig bleiben, weil sie auf den Mitarbeiter-Pool zurückgreifen können.

Hilfe zur Selbsthilfe
„Das ist Hilfe zur Selbsthilfe. Mit diesem Projekt sichern die Betriebe ihre Standorte, ihre Wettbewerbsfähigkeit und die Arbeitsplätze vor Ort in den Tälern und Gemeinden“, erklärt LR Christian Benger. Die Gesamtkosten der Initiative betragen rund 75.000 Euro. Benger fördert das Projekt aus dem Wirtschaftsreferat mit 15.000 Euro. Vor allem die Fachkräftesicherung, die personelle Bedarfsabdeckung, der Ausgleich saisonaler Schwankungen und die Kostenminimierung, die allesamt eine Herausforderung für die Betriebe sind, werden mit dem Arbeitgeber-Zusammenschluss erfüllt. Zielgruppe sind die KMU der Nockregion und Arbeitnehmer, die eine Vollzeitanstellung in der Region anstreben. „Die Schwierigkeit, bei spezifischem Bedarf und in Spitzenzeiten qualifizierte Fachkräfte zu finden und langfristig zu binden, waren die Motivation für das Projekt“, beschreibt Benger.

Win-Win-Situation
Der Arbeitgeber-Zusammenschluss (AGZ) ist ein Verein, der die Mitarbeiter einstellt, die dann den Betrieben bei Bedarf überlassen werden. Strategische Funktionen, wie Qualitätsmanagement, Marketing oder IT, sind gesucht und werden mit dem Zusammenschluss gefunden. Durch das Personalmanagement im AGZ sparen sich die Betriebe Zeit und Kosten der Personalsuche und die Arbeitnehmer Zeit und Kosten der Jobsuche. „Eine Win-Win-Situation für alle Betroffenen und die gesamte Region“, so Benger. Auch Weiterbildungsmaßnahmen bietet der AGZ.

Initiatoren
Das AMS und die Wirtschaftskammer sind Partner des Projektes. Gründerbetriebe des Vereins sind Hotel Forelle, Familienhotel Post und Kap 4613 (alle drei Millstatt), ASuT Computer (Spittal), Hotel Nockberge (Krems), Heilmasseur Rudolf Dijak (Spittal), Grafiker Rene Puglnig (Krumpendorf), die Innerkremser Seilbahnen, Hotel Post (Döbriach), Feriendorf Kirchleitn (Bad Kleinkirchheim), Badehaus Millstatt, Leeb Zäune (Gnesau) sowie das Hotel Moserhof (Seeboden). Vereinsobmann ist Siegfried Arztmann, WK-Obmann von Spittal.

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