In Wolfsberg wurde eine neue Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depression gegründet. Das erste Treffen findet am 17. Juli um 19 Uhr in der Rotkreuz-Bezirksstelle Wolfsberg statt.

Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Krankheiten weltweit. In Österreich leiden etwa 400.000 Menschen an Depressionen – Tendenz stark steigend. Bei Frauen wird die Diagnose zwei- bis dreimal so häufig gestellt wie bei Männern. 94 % aller depressiven Menschen erleben Gedächtnisprobleme und Aufmerksamkeitsdefizite. Die Fähigkeit, zu planen und Entscheidungen zu treffen, leidet. Die Hemmschwelle, einen Psychiater oder Psychotherapeuten zu konsultieren, ist hoch. Eine Betroffene war auch die Gründerin der neuen Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen, die anonym bleiben will. Auf der Suche nach geeigneten Selbsthilfegruppen zum Thema wurde sie im Lavanttal nicht fündig. Im Zuge einer Reha in der Steiermark hat sie jedoch schnell bemerkt, wie sehr ihr der Austausch mit anderen Betroffenen geholfen hat: „Ich finde es wichtig, dass diese Möglichkeit auch Menschen im Lavanttal geboten wird.“

Erstes Treffen
Beim ersten Treffen der neuen Selbsthilfegruppe am Dienstag, 17. Juli, um 19 Uhr können sich Betroffene am Haupteingang der Rotkreuz-Bezirksstelle gegenüber dem LKH Wolfsberg einfinden. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Freier Austausch
Im Rahmen der Selbsthilfe-Sitzungen wird ungezwungener, freier Austausch ermöglicht: Jeder kann loswerden, was ihm am Herzen liegt. Die Teilnehmer können sich zum Beispiel über Behandlungsmöglichkeiten und Ärzte austauschen und sich gegenseitig stärken und Ratschläge geben. Wenn der erste Termin gut angenommen wird, sind natürlich weitere Treffen geplant. Wann diese stattfinden, wird im Kreise der Teilnehmer besprochen.

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