Viele stellen sich im Laufe ihrer beruflichen Laufbahn irgendwann die Frage, ob einen der Beruf, dem man nachgeht, tatsächlich erfüllt. Ähnlich war es auch bei Gert Perauer.

Wer seine Sicherheit in Form eines gut bezahlten Jobs aufgibt, sich aus seiner Komfortzone herausbewegt, muss schon etwas Mut beweisen. Vielen scheuen sich vor dem Schritt ins Ungewisse und lassen stattdessen lieber alles beim Alten. Gert Perauer allerdings ging das Risiko eines beruflichen Neuanfangs ein: „Ich hatte damals einen lukrativen und vor allem sicheren Job mit guten Aufstiegschancen. Irgendwann hatte ich aber genug davon und ich orientierte mich neu“.

Vom Hobby zum Beruf
Der ehemalige Staatsmeister im Wakeboarden war immer schon sehr kreativ. Kein Motiv war vor ihm und seiner Kamera sicher: „Als Sportler war ich in der ganzen Welt unterwegs und meine Kamera war immer mit dabei“, erklärt
der gelernte Elektriker. Damals allerdings noch ohne den Gedanken daran zu verschwenden, ein Business daraus zu machen. Erst die Unzufriedenheit in seinem Job gab der professionellen Fotografie eine Bühne. Im Jahr 2013 schrieb er sich in Salzburg für die Meisterklasse für Fotografie ein und beendete sein Arbeitsverhältnis, um sich voll und ganz auf die Ausbildung konzentrieren zu können. Schon ein Jahr später wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit – eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut.

Erfolgreich unterwegs
Auf die Frage, was ihn an der Fotografie reizt, antwortet der 37-Jährige zurückhaltend: „Viele Fotografen sagen die Faszination lege darin, Momente für die Ewigkeit festzuhalten oder Ähnliches. Damit kann ich mich nicht identifizieren. Ich habe keine großartige Erklärung. Mir gefällt es einfach – ganz ohne große Rede“. Mittlerweile ist der 37-Jährige beruflich äußerst erfolgreich. Zwar spricht der bescheidene Döbriacher nicht allzu gerne über Aufträge, aber soviel sei verraten, er ist sehr zufrieden. Hauptsächlich shootet der Berufsfotograf österreichweit für Werbekampagnen im Tourismus- oder Firmenbereich. Privat fotografiert der 37-Jährige am liebsten Sport- und Actionszenen. Auch Landschaftsfotografie kommt beim sympathischen Fotografen nicht zu kurz: „Die größte Herausforderung ist es, Motive, die vielleicht schon hunderte Male fotografiert wurden, in einem ganz neuen Licht abzulichten“.

© Gert Perauer