Alberich Lodron, Tochter Isabelle Lodron und Matthias Kröll haben auf ihren Oldtimer-Maschinen erfolgreich am legendären Motorradrennen Milano-Taranto teilgenommen.

Forstwirt und Graf Alberich Lodron, seine Tochter Isabelle Lodron und Banker Matthias Kröll haben Anfang Juli, als leidenschaftliche Fans historischer Motorräder und des italienischen Lebensstils, das berühmte Motorrad-Etappenrennen „Milano-Taranto“ absolviert.

Sechs Tage im Sattel
Heuer wurde bereits die 32. Auflage des Rennens das ausschließlich über Landstraßen vom norditalienischen Mailand über 1.944 Kilometer, ganz in den Süden des italienischen Stiefels, in die Region Apulien nach Tarent führt, veranstaltet. Alberich Lodron hat, auf seiner AJS, sozusagen als „Teamchef“ der „Scuderia Forestale“, bereits zum fünften Mal am „Milano-Taranto“ teilgenommen. Mit ihm nach sechs extrem fordernden Renntagen das Ziel erreicht haben die Teammitglieder Isabelle Lodron, auf ihrer „The famous James“, mit Baujahr 1926 das älteste Motorrad, das heuer das Rennen beenden konnte sowie Matthias Kröll auf seiner Puch Cobra GTL 50 ccm (BJ: 1982).

Nicht mehr ganz so wild
Im öffentlichen Verkehr, über Landstraßen und Bergpässe führt die Route dem historischen Rennverlauf folgend nach Süditalien. Im Jahr 1932 fand die Erstausgabe des legendären Motorradrennens statt. Nachts wurde in Mailand gestartet und danach ging es ohne ernstzunehmende Pause in einem Rutsch bis ganz runter zum Absatz des italienischen Stiefels. Nach einem tragischen Unfall bei einem anderen italienischen Motorsportevent wurden 1956 alle Rennen auf öffentlichen Straßen in Italien verboten. 1987 griff Franco Sabatini die alte Tradition wieder auf und schaffte es eine Erinnerungsfahrt des historischen Rennens auf die Beine zu stellen. „Heute wird das Rennen von den Töchtern von Sabatini organisiert und es geht nicht mehr ganz so wild zu Sache“, ergänzt Matthias Kröll.

Fahren, essen, reparieren, schlafen, fahren
Insgesamt dauert das Rennen, mit maximal rund 200 Teilnehmern, mit Maschinen bis Baujahr 1967, eine Woche. „Gefahren wird in sechs Tagesetappen, die zwischen 300 bis 400 Kilometer lang sind. Da sitzt man dann schon pro Tag bis zu elf Stunden im Sattel. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt rund 35 km/h, inklusive der Pausen, Tanken, Essen usw …“, berichtet Matthias Kröll, der mit seiner Puch Cobra GTL 50 ccm, BJ: 1982, als so genannter „Verkoster“ teilnehmen durfte. Beim Rennen selbst geht es in erster Linie darum, so wenig Strafpunkte wie möglich zu kassieren. Die Teilnehmer kommen aus Italien, England, der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden und Österreich. Infos: www.milanotaranto.it.

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