Dreijährige Schulen erfahren in Österreich oft eine zu geringe Wertschätzung. Eine Kooperation der HLW Hermagor mit der Berufsschule Villach ist zukunftsweisend.

Wie die CHS Villach haben auch wir an der HLW Hermagor drei verschiedene Schultypen, unter anderem die „Dreijährige“. Durch die Schulautonomie herrscht hier wesentlich mehr Freiheit, was den Lehrplan betrifft. So haben wir etwa mit der Berufsschule Villach eine Kooperation – an einem Tag in der Woche fahren die Schüler nach Villach und haben hier ihren Unterricht im Bereich des Handwerkes“, erzählt Direktorin Elke Millonig. So bekommen hauptsächlich Burschen Einblicke in das Löten oder Reparieren eines Traktors. „Die Ausbildung während der drei Jahre ist sehr praxisbezogen. Die Jugendlichen können herausfinden, was ihnen liegt, was ihnen gefällt und so ihren späteren Beruf wählen“, sagt Millonig. 

Wertschätzung. Der Direktorin ist es ein besonders Anliegen zu betonen, dass die „Mittlere Reife“ im Europavergleich viel höher gestellt ist als bei uns. „Vor allem auch in Deutschland ist man auf diesen Abschluss wesentlich stolzer.“ Die Fahrt nach Villach müssen die Schüler übrigens nicht selbst zahlen – diese wird vom „ZIHG“ (Zukunft Industrie Handwerk Gailtal) gesponsert.