„Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren“. Dieses Zitat von Maria Montessori wird von den Pädagoginnen der „Sinneswerkstatt Natur“ und vom Verein „Miteinander etwas bewegen“ in Döbriach gelebt.

Im Sommer 2016 wurde der Verein „Miteinander etwas bewegen“ unter Obfrau Christine Kohlmayer ins Leben gerufen. Kurz darauf öffnete die Kleinkindergruppe „Sinneswerkstatt Natur“ in Starfach oberhalb von Döbriach mit dem Schwerpunkt Wald- und Naturpädagogik ihre Pforten.

Mit allen Sinnen
Ideengeber für das außergewöhnliche Projekt, welches sich ausschließlich über Spenden finanziert, war Sonderkindergartenpädagogin und Frühförderin Anna Ambrosch aus Starfach. Schon lange hegte sie den Traum, Kindern die Möglichkeit zu geben, die Natur mit ihrer ganzen Schönheit und ihren Phänomenen kennenzulernen und sich als Teil der Natur zu begreifen. Der Name „Sinneswerkstatt Natur“ drückt aus, dass es kein Spielzeug für die Betreuung von Kindern braucht, die Natur mit ihren Wäldern bietet alles, um die Sinne, die Sprachentwicklung und motorische Entwicklung der Kinder zu schulen. Sie ist es, die in den Kindern verborgene körperliche, geistige und seelische Entwicklungsmöglichkeiten erweckt und sie zugleich lehrt, in sich zu ruhen. „Im Zeitalter von Computern, Handy und TV ist die Rückkehr zum Natürlichen und Ursprünglichen für Kinder sehr wichtig“, erklärt Kindergartenpädagogin sowie Moto- und Montessoripädagogin Anna Ambrosch. Der Waldkindergarten gibt Kindern im Alter von 2-6 Jahren die einzigartige Möglichkeit, ihre Wahrnehmung von Naturphänomenen mit allen Sinnen zu erfassen, einen persönlichen Zugang zum Lebensraum Wald aufzubauen und so Liebe, Achtung vor der Natur, Ruhe, Ausgeglichenheit und Freiheit zu erfahren. Somit ist die Kleinkindergartengruppe nicht nur die ideale Grundlage für das spätere Lernen in der Schule, sondern auch Rüstzeug, um zu einem verantwortungsvollen Erwachsenen heranzuwachsen.

Gesunde Ernährung
Neben Spiel und Spaß in der Natur lernen die Kinder auch den vernünftigen Umgang mit Lebensmitteln. „Schon die Kleinsten helfen bei der Zubereitung der Jause, kreieren ihre eigenen Smoothies, helfen tatkräftig beim Brotbacken und dürfen einmal in der Woche auch bei der Zubereitung des Mittagessens mithelfen“, so Kleinkinderbetreuerin Christina Pertl. Highlight ist auch der wöchentliche Bauernhofbesuch, wo die Kinder hautnah Ziegen, Schafe und Kühe erleben, sehen welche Arbeiten am Hof anfallen und lernen, nicht nur die Natur, sondern auch Tieren zu achten.

Weitere Informationen unter: www.miteinander-etwas-bewegen.at

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