Die Verunreinigung der Felder und Wiesen durch Hundekot hat direkte Folgen. Kühe fressen das verschmutzte Gras nicht mehr, auch die Übertragung von Krankheiten – wie etwa Neosporose, die zu Totgeburten bei Rindern führen kann – sind nicht ausgeschlossen. Rechtzeitig zur Weidesaison 2017 hat der Kärntner Bauernbund Weidetafeln unter dem diesjährigen Motto „Die Wiese ist mein Mittagessen – und nicht das Klo Ihres Hundes“ herausgegeben.

Bei der Bezirksleitungssitzung im Gasthaus Weberwirt in Prebl wurden die Tafeln an die Funktionäre zur Weiterverteilung ausgehändigt. Bezirksobmann ÖR Anton Heritzer erklärte, dass mit dieser Aktion vor allem auf Bewusstseinsbildung gesetzt werde. Er machte aber auch auf die rechtliche Situation aufmerksam: Denn im Rahmen der Gesetzgebung kann der Grundbesitzer infolge von Besitzstörung gegen den Hundeführer vorgehen.

Strafen bis 5.000 Euro
Für landwirtschaftliche Flächen wie Äcker oder Wiesen gibt es grundsätzlich kein freies Betretungsrecht. Werden diese Grundstücke dann, wie es vielfach vor allem in der Nähe von Ballungszentren leider der Fall ist, als „Hundekotzone“ verwendet, so kann sich der Grundeigentümer mittels Besitzstörungsklage zur Wehr setzen. Es drohen Geldstrafen bis zu 5.000 Euro.

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