Im 1. Kärntner VW Käfer Club tragen die meisten Autos eigene Namen. Mit den treuen Flitzern geht es oft auf Ausfahrten, Gäste werden regelmäßig nach Bodensdorf geladen.

„Ich habe in einem VW Käfer meinen Führerschein gemacht, mein erstes Auto war ein Käfer“, erzählt Susanne Posratschnig aus Einöde bei Treffen von ihrer Liebe zu dem PKW-Modell mit den sanften Rundungen. Gemeinsam mit Birgit Gratzer gründete sie vor 26 Jahren den 1. Kärntner VW Käfer Club, als Obmann fungierte damals Helmut Ferge. Ein Jahr nach der Gründung übernahm Posratschnig das Amt der Obfrau – und ist es bis heute geblieben. Derzeit hat der Club 70 Mitglieder sowie neben den Käfern auch VW Busse, Buggies, Typ 3 oder Karmann Ghia aufgenommen.

Käfer-Treffen
Highlight des Vereins ist das Internationale Käfertreffen – alle zwei Jahre in Bodensdorf. „Dabei helfen alle mit. Der nächste Termin ist voraussichtlich am letzten Juni-Wochenende 2018“, so Posratschnig. Organisiert werden bei dem Treffen mehrere Ausfahrten, die größte findet samstags statt: „Da sind dann schon einmal 300 Käfer auf der Straße unterwegs.“ Seit rund sechs Jahren ist Posratschnig bei solchen Treffen mit ihrem „Schnurrli“, wie sie ihren Käfer nennt, unterwegs, zuvor waren es andere VWs. „Schnurrli ist ein Cabrio 1303, BJ 1978/79 und mit 50 PS der Maserati unter den Käfern“, ist Posratschnig stolz. Mit der Namensgebung für ihren kleinen Flitzer ist sie nicht alleine, viele Clubmitglieder personalisieren ihren VW.

Fahrgefühl
Neben dem heimischen Treffen ist der Käfer Club viel unterwegs: Vor allem in Österreich, Italien, Slovenien oder Kroatien. Das Fahrgefühl in einem Käfer ist laut Posratschnig ein ganz eigenes. „Das Auto hat etwa keine Servo-Lenkung und der Motor ein eigenes Geräusch – ein ganz liebes, da hörst du noch den Drehmoment oder wie der Keilriemen läuft.“ Einen Tipp für alle Oldtimer-Freunde hat Posratschnig: „Unser Club ist im Dachverband der Oldtimer registriert. Ich rate allen Oldie-Fahrern ihr Fahrzeug so rasch wie möglich im Typenschein als „historisch“ registrieren zu lassen – bevor der große Ansturm kommt. Sonst kann es sein, dass diese Autos laut EU-Verordnung bald nicht mehr auf der Straße unterwegs sein dürfen.“

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