Seit Jahren spielt die 13-jährige Lena Holzner aus Gödersdorf Harfe. Mit ihrem Instrument erreichte sie beim „Prima la Musica“ Bundesbewerb in Innsbruck den ersten Platz – trotz Verletzung.

 

„Eines ihrer ersten Worte war „Harfe“, sie wollte eigentlich schon immer das Instrument spielen. Dadurch, dass meine Schwester Heidrun Springer Harfenlehrerin ist, hat sie das musikalische früh mitbekommen“, erzählt Lenas Mama Sieglind Holzner. So spielt Lena trotz ihres jungen Alters bereits seit sieben Jahren in der Musikschule Villach Harfe, immer gefördert durch Heidrun Springer. Platz braucht man für das große Instrument. „Die Harfe steht bei uns im Wohnzimmer, das Tragen in mein Zimmer im ersten Stock wäre zu kompliziert. Schwierig ist auch der Transport der Harfe für Konzerte, da braucht man schon ein großes Auto“, sagt Lena. Zum Üben muss Lena nicht „gezwungen“ werden, mehrmals am Tag geht die Schülerin zu ihrer Harfe und spielt – meist schon gleich in der Früh, während Mama die Jause für den Tag richtet. Als „sehr zielstrebig“ bezeichnet Holzner ihre Tochter: „Sie lernt die Stücke schnell auswendig. Für den „Prima la Musica“-Bewerb konnte sie alle Lieder aus dem Gedächtnis spielen.“ Beim Bundesbewerb in Innsbruck waren acht Teilnehmer in ihrer Gruppe, Lena war die einzige Kärntner Harfenistin und erzielte einen ersten Preis. Dem vorausgegangen war der Landesbewerb in Kärnten, auch hier erreichte Lena einen 1. Platz mit Auszeichnung und sicherte sich damit die Teilnahme beim Bundesbewerb.

Pop auf der Harfe. Neben drei klassischen Stücken wollte Lena unbedingt den Sommerhit 2017 Despacito in ihrem Wettbewerbsprogramm haben, welches ihre Lehrerin dann für die Harfe extra adaptierte. „Ich liebe es mit meinem klassischen Instrument moderne Stücke zu spielen“ so Lena. Auch von einer blutigen Blase, die auf der rechten Hand aufplatzte, ließ sich Lena nicht irritieren. Auch der nächste Auftritt von Lena ist schon fixiert: Beim feierlichen Empfang aller Bundeswettbewerbsteilnehmer im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung. Der männliche Teil der Familie, Lenas jüngere Brüder und ihr Vater, sind eher sportlich unterwegs. Als Harfenträger hat der Papa aber eine wichtige Funktion – das Instrument wiegt rund 20 Kilo.

 

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