Seit Juni ist Thomas Koller in Reichenfels als First Responder tätig. Vereine und Firmen finanzierten nun einen Defibrillator, um die Überlebenschancen von Notfallpatienten zu erhöhen.

In Kärnten gibt es rund 200 First Responder. Bei ihnen handelt es sich um freiwillige Rotkreuz-Mitarbeiter, die von der Rettungsleitstelle in ihrer Freizeit zu Hause alarmiert werden, wenn in ihrer unmittelbaren Umgebung ein Notfall eintritt und sie gegenüber dem Rettungsdienst einen Zeitvorsprung haben. Dabei geht es oft um Minuten, die über Leben und Tod entscheiden.

Beste Voraussetzungen
Der 22-jährige Thomas Koller ist seit 2016 ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Roten Kreuz Obdach und ist in der Gemeinde Reichenfels aus Bauamtsleiter tätig. Da auch sein Wohnort in der Gemeinde liegt, bringt er beste Voraussetzungen, um im Notfall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wichtige Hilfe leisten zu können. Aus diesem Grund wurde er vom Roten Kreuz Kärnten als First Responder angeworben und folgt damit Andreas Koitz nach. „Seit ich mit dieser Aufgabe begonnen habe, wurde ich bereits zu sechs Notfalleinsätzen gerufen“, erklärt Koller. Die Alarmierung erfolgt über die Rettungsleitstelle per SMS.

Neuer Defi
Zur Ausrüstung eines First Responders gehört ein Rucksack mit allen wichtigen Ausrüstungsgegenständen. Ergänzt wurde dieser nun durch einen Defibrillator, dessen Einsatz die Überlebenschancen im Falle eines Atem-Kreislauf-Stillstands um bis zu 60 Prozent erhöhen kann. Finanziert wurde das Gerät im Wert von rund 1.700 Euro durch die AL-KO Gardentech Austria, die Faschingsrunde Reichfels, den GH Hirschenwirt, Kreativmöbel Stückler, Raiffeisenbank Oberes Lavanttal, Raimund Baumgartner Zimmerei und Holzbau, die Frauenbewegung Reichenfels-St. Peter und Zechner Lärchen-System-Holz.

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