Der EC Panaceo VSV holt NHL-Spieler Michi Grabner als Sportbeirat mit ins Boot. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Entwicklung der blau-weißen Eishockeyjugend.

Michael Grabner selbst war es, der auf den VSV zugekommen ist. „Ich will den Weg der neuen Vereinsführung um Ulf Wallisch unterstützen“, so der NHL-Star zum DRAUSTÄDTER. Grabner: „Der VSV geht den richtigen Weg, da gebe ich gerne meine Expertise ab.“ Wallisch und Grabner befinden sich seit rund einem Jahr in Gesprächen, nun folgte die Entscheidung zur Gründung eines Beirates. Michael Grabner ist als Sportbeirat das erste Mitglied dieses neuen Gremiums. Weitere Beiräte werden aus den Bereichen Wirtschaft, Medizin und Recht folgen. Die Beiratsmitglieder besitzen gemeinsam eine Stimme in der Generalversammlung.

„Fokus auf Jugend“
Das Hauptaugenmerk des VSV wird auch in Zukunft auf der Einbindung der eigenen Nachwuchsspieler in die „Erste“ sein. Hier kommt die Erfahrung von Michi Grabner in der NHL, aber auch von seiner Zeit als Jungspund in der Kampfmannschaft der Blau-Weißen zum Tragen. Grabner: „Ich kann mich erinnern wie ich mit 16 Jahren in eine Linie mit Sean Selmser gestellt wurde. Klar muss man auch als Junger etwas leisten, Kritik nicht negativ aufnehmen, sich stetig weiterentwicklen, aber man muss eben auch die grundlegende Chance vom Verein bekommen. Das war bei mir der Fall.“

Tätigkeit als Beirat
Vorstellbar ist etwa, dass Grabner während der Saison per Internet-Live-Schaltungen mit den Nachwuchsspielern des VSV spricht, ihnen Tipps gibt. Zudem will Grabner seine ehrliche Meinung“ in den Verein einbringen. „Ich werde sagen, wie ich die Dinge sehe. Dem einen wird das gefallen, dem anderen vielleicht nicht. Der ehrliche, direkte Weg ist aber der beste.“

Aktuelle Saison
Um die Jungen noch mehr zu forcieren, wird bereits in dieser Saison ein entsprechender Weg eingeschlagen. Ulf Wallisch: „Wir haben Talente wie Alexander Schmidt, Benjamin Lanzinger, Philipp Wohlfahrt und Thomas Winkler nicht umsonst in die Kampfmannschaft geholt. Sie werden ihre Chance bekommen und das denke ich auch annehmen.“ Speziell: Die Jungen sollen an der Seite der Legionäre ran. „Nur so können sie sich weiterentwickeln, genau wie das bei mir damals der Fall war“, erklärt Grabner. Wallisch: „Wir haben die Imports heuer speziell mit dem Fokus auf die Entwicklung unserer eigenen Jugend ausgesucht. Sie werden die Jungen unterstützen.“ Doch Michael Grabner, der ja ab dieser Saison für die  Arizona Coyotes auflaufen wird, gibt zu bedenken: „Von heute auf morgen kann das nicht funktionieren. Es wird ein paar Jahre dauern, bis man die Früchte der Arbeit sehen wird. Wichtig ist allerdings, dass man jetzt damit beginnt.“

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