Vorweg: Es sind beides Luxuskarossen der Extraklasse zum Stückpreis von 500.000 Euro (brutto). Experten vermuten: Der PSG-Bus stammt aus zweiter Hand.

Sowohl Bayern, als auch Paris Saint Germain fuhren mit einem MAN-Bus in Villach (Holiday Inn/Karawankenhof) vor. Die Bayern mit einem „Lions Coach Supreme L“, PSG mit einem „Lions Coach L“. Die Vision der Bayern ist höherwertiger, allerdings kommt das nur beim Design zum Tragen: Eine der beiden hinteren Achsen ist leicht abgedeckt, im Innenbereich ist die Gepäckablage geschlossen. Sonst sind die Busse baugleich. Bedeutet: 24 Tonnen schwer, 12-Gang und rund 500 PS.

Maßanfertigungen
Beide Busse sind Maßanfertigungen der Firma MAN, werden so nur für Sportmannschaften gebaut. Die Busse verfügen etwa über mehrere Tische als ihre Serienkollegen. Weiters sind für einen größeren Komfort deutlich weniger Sitze eingeplant. Bei Serienmodellen sind es 52, die „Fußballerbusse“ verfügen jedoch nur über 32 bis 34 Sitzplätze. Ebenso nur in Teambussen vorhanden: Eine überdimensionale Küchenzeile und vier 21 Zollmonitore, statt zwei kleineren TV-Screens wie bei den Serienmodellen.

„PSG-Bus ist aus zweiter Hand“
Der entscheidende Punkt und der Grund dafür, warum der Fc Bayern beim Bus mit 1:0 in Führung geht: Der Bus der Münchner ist deutlich jünger: Das Modell welches in Villach vorgefahren ist, dürfte maximal drei Jahre alt sein, während der PSG-Bus mindestens sechs Jahre alt ist. Experten vermuten sogar: „Der Bus von Paris wurde von einem Klub der deutschen Bundesliga gekauft.“ Warum der Milliardenklub keinen neuen Bus hat? Auch hier gibt es eine Antwort: In Frankreich legt man auf moderne Busse offenbar keinen so großen Wert. So bestellen französische Busunternehmen aktuell Standards, die in unseren Breiten vor 15 Jahren gegolten haben.

Bayern hat sechs Busse
Auch hier sind sich Experten einig: Der in Kärnten verwendete Bus ist nicht das neueste Modell der Bayernflotte. Insgesamt verfügen die Münchner gleich über sechs Mannschaftsbusse der Luxusklasse. In Kärnten unterwegs ist ein älteres Modell wohl deswegen, weil die Distanz zwischen München und Kärnten nicht allzu weit erscheint. Bei längeren Auswärtsfahrten, wie zum Beispiel in der Champions League, würde dann der absolut neueste Bus herangezogen werden.

Luxus pur
Interessant ebenso: Die Busse der europäischen Spitzenteams fahren rund 80 Prozent der Zeit leer. Sie dienen hauptsächlich dazu, die Spieler vom Hotel ins Stadion bzw. von dort zum Flughafen zu bringen. Längere Anreisen werden von den Spielern stets mit dem Flugzeug bestritten.