Nachdem sie die HAK-Matura absolviert hatte, begann Chiara Seiwald die Lehre zur Malerin im väterlichen Betrieb Malerei Seiwald.

In vielen Betrieben wird die Lehre mit Matura angeboten, Chiara Seiwald entschied sich für einen etwas anderen Weg. „Bildung war und ist mir sehr wichtig. Ich dachte mir -mach zuerst, wenn möglich, die Matura, denn alles was du in der Tasche hat, kann dir keiner mehr nehmen. Nachher kann man sich immer noch entscheiden, ob man lieber einen Beruf erlernt oder ein Studium macht,“ erzählt sie. „Für die Malerlehre war es mir deshalb nach der Pflichtschule noch zu früh. Durch mein Interesse für die Wirtschaft entschied ich mich dann, die Matura in der HAK zu machen. Ich denke, über eine gute schulische Ausbildung als Basis zu verfügen, kann nur von Vorteil für die Zukunft sein“, erzählt sie.

Malerei
Nach dem Schulabschluss begann Chiara die Ausbildung zur Malerin. „Mein Vater hat einen Malerbetrieb, dort durfte ich immer wieder in den Ferien mitarbeiten. Mir hat es damals schon Freude bereitet, also dachte ich, warum nicht.“ Außerdem ist der Beruf sehr abwechslungsreich. „Die vier Schwerpunkte des Malerhandwerks sind Funktionsbeschichtungen, historische Maltechnik, Dekormaltechnik sowie Korrosionsschutz. Der Malerberuf ist also sehr abwechslungsreich. Man arbeitet an verschiedenen Orten, drinnen und draußen. Es ist schön, wenn man dem Kunden nach Fertigstellung der Arbeit ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Am schönsten ist es, kleine Kunstwerke entstehen zu lassen oder zu erhalten. Das ist für mich wie ein kleines Stück Unsterblichkeit“, erzählt Chiara Seiwald begeistert.

Orientierung
Chiara ist sehr zufrieden mit ihrem eingeschlagenen Weg. „Für diesen Beruf sollte man kreative Eigenschaften haben, beispielsweise gerne zeichnen, sowie schwindelfrei sein. Bevor man sich für eine Lehre entscheidet, rät Chiara zu einem Praktikum. „Nach relativ kurzer Zeit siehst du dann sowieso, ob es Spaß macht oder nicht. Stell dir vor, du musst ein Leben lang einen Beruf ausüben, der dir keine Freude macht. Mal dir deine Zukunft bunt – hier wird allerdings nicht wild gepinselt. Mit einem Beruf, der dich an unterschiedliche Orte bringt und nie langweilig wird“, führt sie aus. Chiara kann den Beruf des Malers nur weiterempfehlen: „Ich würde nichts anders machen. Alles ist gut genauso, wie es ist und so soll es auch bleiben beziehungsweise weitergehen. Außerdem wollen es alle schön haben. Das ist ein sicherer Beruf mit Zukunft.“ Langfristig gesehen ist hätte Chiara gerne irgendwann den Meistertitel, aber sie sich einfach auf die Zukunft ein.

Aufbau
Die Ausbildung zum Maler dauert drei Jahre, in Chiaras Fall sind es zwei Jahre, da ihr ein Jahr durch die Matura angerechnet wurde. Sie hat sich für die Tiroler Fachberufsschule für Bautechnik und Malerei entschieden. Die Lehre mit Matura wird ebenfalls angeboten.

©KK