Bei der Doppellehre Kosmetik und Fußpflege dreht sich alles um das Wohlergehen, die Gesundheit und natürlich die Schönheit der Kunden.

Die Wellnessbranche boomt wie nie zuvor, aber was steckt hinter der Ausbildung „Kosmetik & Fußpflege“? Der SPITTALER fragt bei Lehrlingsausbilderin Kathrin Robwein, der ausgebildeten Kosmetik- und Fußpflegerin sowie Masseurin Verena Maier und Heilmasseur Mario Angermann vom Kosmetikstudio der Hubertus Apotheke in Spittal genau nach.

Ausbildung
Grundsätzlich ist es möglich, „nur“ die Ausbildung zur Kosmetikerin zu absolvieren. „Die Lehre zum Kosmetiker dauert zwei Jahre. Ich allerdings rate zur Doppellehre oder sogar zur Doppellehre in Kombination mit der Massageausbildung. Insgesamt dauert die Ausbildung dann vier Jahre. Die Berufsschule findet in Klagenfurt einmal wöchentlich statt“, erklärt die Lehrlingsbeauftragte Kathrin Robwein. Demnächst werden im Kosmetikstudio der Hubertus Apotheke Lehrlinge aufgenommen, die in allen drei Sparten ausgebildet werden.

Aufgaben & Voraussetzungen
Kosmetiker führen pflegende, gesundheitsfördernde und dekorative Behandlungen an Kunden durch. „Die pflegende Kosmetik umfasst Behandlungen an Gesicht, Dekolleté, Hand- und Nagelpflege sowie das Entfernen von Gesichts- und Körperbehaarung. Bei dekorativen Behandlungen dreht sich alles um das perfekte Make-up“, so Kathrin Robwein. Zu der Ausbildung „Fußpflege“, die einzeln absolviert zwei Jahre dauert, gehören unter anderem die Erhaltung der Fußgesundheit sowie das Behandeln von Fußproblemen. Die beiden Berufe Kosmetik und Fußpflege beinhalten darüber hinaus die Beratung und den Verkauf von Pflegeprodukten. Die reguläre Lehrzeit zum Masseur dauert ebenfalls zwei Jahre in Kombination mit der Kosmetik und/ oder Fußpflege hingegen ein Jahr. Grundsätzlich erlernen Auszubildende verschiedene Massagetechniken und setzen mit verschiedenen Behandlungen Maßnahmen zur Hebung der körperlichen Widerstandsfähigkeit und
Leistungssteigerung. „Wer sich für einen dieser Berufe entscheidet, sollte ein gepflegtes Äußeres haben, über Farbsinn und Feingefühl verfügen, kontaktfreudig sein, keine Berührungsängste haben und großes Interesse am Umgang mit Menschen mitbringen. Speziell in der Lehre zum Masseur ist ein gewisses Maß an Kraft und Ausdauer notwendig“, so die Ausbildnerin über die wichtigsten Voraussetzungen.

Herausforderungen
„Ich habe mich für die Doppellehre „Massage&Kosmetik“ entschlossen. Danach habe ich noch zusätzlich die Fußpflegeausbildung angehängt. Über meine Berufswahl bin ich sehr glücklich, denn der Beruf ist sehr abwechslungsreich. Man muss sich ständig weiterbilden, um am neusten Stand zu sein“, erklärte die ausgelernte Fachkraft Verena Maier. Besonders gefällt ihr der Umgang mit Kunden und dass sie durch ihre Ausbildung im Stande ist, Beschwerden von Schmerzgeplagten zu lindern. „Die Ausbildung, egal ob in Einzel-, Zweier- oder Dreierkombination absolviert, ist sehr anspruchsvoll, denn man muss sehr viel über die Anatomie, Pathologie sowie Physiologie des Menschen lernen“, weiß Verena Maier. Heilmasseur Mario Angermann teilt diese Meinung: „Natürlich ist die Ausbildung, obwohl ich nur für den Zweig „Massage“ sprechen kann, anspruchsvoll, aber wenn man wirklich Interesse hat, ist es für jeden zu schaffen. Für den ausgebildeten Heilmasseur ist sein Beruf mehr als nur ein Job: „Für mich ist meine Arbeit Berufung. Es macht mich glücklich, wenn ich Kunden bei Rückenproblemen helfen und ihnen Tipps mit auf den Weg geben kann“. Zukunftsperspektive. „Alle drei Berufe bergen hervorragende Berufschancen. Natürlich steigen die Möglichkeiten, wenn man alle drei Berufe in Kombination macht“, so Kathrin Robwein, die selbst alle drei Lehren absolvierte und auf noch zahlreiche weitere Ausbildungen zurückblickt.

Weitere Infos zu Lehrberufen und Möglichkeiten gibt’s auch auf: www.lehre.ktn.gv.at
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