Das steht im Fokus der Hospizbewegung, die aus ausgebildeten ehrenamtlichen Mitarbeitern auch aus St. Veit besteht, sowie des Mobilen Palliativteams des Krankenhauses St. Veit, bestehend aus Ärzten, Pflegekräften und Sozialarbeitern.

Dr. Birgit Schwarz (Hospizbewegung) ist überzeugte Regionenleitung und sieht in Zukunft einen erhöhten Bedarf bei der Hospizbegleitung. Die vier aktuellen Ausbildungslehrgänge der Hospizbewegung: Grundlagen der Hospizbegleitung, Hospiz macht Schule, Hospizbegleitung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie Hospizbegleitung für Menschen mit Behinderung. Der nächste Grundkurs startet am 6. September in Klagenfurt mit einem verpflichtenden Infoabend! Das erste Modul beginnt am 22.9.2018.

Über 700 betreute Personen.
Die Hospizbewegung Kärnten stellt sich dem Thema Leben, Sterben, Tod und Trauer seit fast zwei Jahrzehnten. Über 170 qualifizierte aktive ehrenamtliche Begleiter, ca. 12.600 Hospizstunden, 702 betreute Menschen mit 18 Teams stehen in ganz Kärnten schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen in der letzten Lebensphase bei. „Sie schenken schwerstkranken und sterbenden Menschen Zeit und helfen, ihre Selbstständigkeit zu fördern sowie Einsamkeit und Schmerzen zu lindern, um bis zuletzt Lebensqualität und menschliche Würde zu wahren“, so Dr. Birgit Schwarz, Regionenleitung Mittelkärnten.

Die St. Veiter Hospizbegleiterin Olga Schüttenkopf liebt ihre ehrenamtliche Tätigkeit

Keine Kosten für Betroffene.
Das Mobile Palliativteam, welches 2005 gegründet wurde, besteht grundsätzlich aus drei Berufsgruppen: aus dem palliativmedizinisch geschulten Arzt, aus der palliativpflegerisch ausgebildeten Pflegekraft sowie aus einer besonders in Palliativfragen versierten Sozialarbeiterin. Ergänzt wird das Team, bei Bedarf, durch Mitarbeiter aus anderen Berufsgruppen und aus der Seelsorge. Kostenloses Service: Das Land Kärnten finanziert diese mobile Palliativbetreuung. Die Hospizbewegung arbeitet eng mit dem Palliativteam zusammen.

Mobiles Palliativteam.
Die mobile Betreuung kann vom Hausarzt, vom Patienten, von Angehörigen etc. initiiert werden. „Es wird dann der Patient von uns evaluiert und mit ihm ein Vorgehen vereinbart. Die mobile Betreuung kann sehr eng sein, mit täglichen Besuchen bei besonderen Fällen oder in der Regel weniger häufig “, so Prim. Dr. Michael Zink. „Bei diesen Besuchen wird in Zusammenarbeit mit dem Patienten und seinen Angehörigen, dem Hausarzt und den mobilen Pflegediensten ein für den Patienten optimales Therapieregime erarbeitet.“

Hospiz vs. Palliativ.
Die Palliativstation ist für Patienten mit unheilbaren Erkrankungen und dient der Symptomkontrolle zur Verbesserung der Lebensqualität. Grundsätzlich gehen die Patienten wieder nach Hause. In einem Hospiz werden Menschen in der allerletzten Phase ihres Lebens bis zum Tod begleitet.

EOA Dr. Isolde Pessentheiner – Ärztin im Mobilen Palliativteam des Krankenhauses St. Veit

Dr. Birgit Schwarz, Regionalleitung Mittelkärnten der Hospizbewegung Kärnten

Foto Dr. Pessentheiner © HF-Pictures; Fotos © KK (3)